Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von 60 Euro – Erh├Âhung wegen Corona

Zur Durchf├╝hrung und Erleichterung der h├Ąuslichen Pflege besteht f├╝r jeden Pflegebed├╝rftigen ab dem Pflegegrad 1 ein Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Dies gilt ebenso f├╝r Pflegebed├╝rftige, die in Wohngemeinschaften oder betreutem Wohnen leben. Gesetzliche Grundlage hierf├╝r ist ┬ž 78 Absatz 1 in Verbindung mit ┬ž 40 SGB (Sozialgesetzbuch) XI.

Zu den sogenannten Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch z├Ąhlen Produkte wie Einmalhandschuhe, Inkontinenzartikel, Hygieneartikel und Bettschutzeinlagen. Diese speziellen Pflegehilfsmittel sind aus hygienischen Gr├╝nden und aufgrund ihrer Beschaffenheit nur zum Einmalgebrauch vorgesehen. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sollen die Arbeit von Angeh├Ârigen und Pflegediensten unterst├╝tzen und den Pflegebed├╝rftigen sch├╝tzen.

F├╝r eine Kostenerstattung ist im Gegensatz zu technischen und medizinischen Hilfsmitteln kein ├Ąrztliches Rezept erforderlich. Allerdings sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch bei der Pflegekasse zu beantragen. Die Obergrenze f├╝r Pflegekassen betr├Ągt bei Pflegehilfsmittel zum Verbrauch f├╝r gesetzlich Versicherte monatlich 40 Euro. Beihilfeberechtigte Pflegebed├╝rftige mit einer erg├Ąnzenden privaten Krankenversicherung erhalten die Erstattung bis zum gleichen monatlichen H├Âchstbetrag anteilig.

Besteht nur eine private Krankenversicherung, erfolgt die Erstattung von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch gem├Ą├č der im Einzelfall vertraglich vereinbarten Regelung. Aufgrund des Mehrbedarfs durch die Coronavirus-Pandemie besteht seit dem 01.04.2020 eine zeitlich befristete Erh├Âhung der Obergrenze auf monatlich 60 Euro. Diese Ver├Ąnderung wurde per Verordnung geregelt.

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Empfehlenswerte Pflegebox Anbieter mit 60 Euro im Vergleich

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Die Produkte zum einmaligen Verbrauch sind im Hilfsmittelverzeichnis der GKV aufgef├╝hrt

Die Leistungspflicht der Pflegekassen f├╝r Hilfsmittel zum Verbrauch ist in der Produktgruppe 54 festgelegt:

Saugende Bettschutzeinlagen, Einmalgebrauch, verschiedene Gr├Â├čen

Passende Bettschutzeinlagen dienen zum Aufsaugen von K├Ârperfl├╝ssigkeiten und sorgen f├╝r Trockenheit und besseren Liegekomfort. Dadurch werden au├čerdem Bett und Bezug geschont.

Einmalhandschuhe und Fingerlinge:

Dadurch sollen Gefahren durch Schmutzanhaftungen oder Keime verhindert werden.

Mundschutz

Pflegebed├╝rftiger und Pflegekraft sollen vor Tr├Âpfchen-├ťbertragungen von Krankheitserregern gesch├╝tzt werden.

Schutzsch├╝rzen

Einwegsch├╝rzen aus transparentem Kunststoff sind wasserabweisend und sch├╝tzen vor Verschmutzungen und N├Ąsse.

Einmall├Ątzchen

Dadurch wird die Kleidung des Pflegebed├╝rftigen w├Ąhrend des Essens und Trinkens gesch├╝tzt.

Desinfektionsmittel f├╝r H├Ąnde und Fl├Ąchen

Zum Schutz des Pflegebed├╝rftigen soll den Risiken von Infektionserkrankungen durch Bakterien und Viren entgegengewirkt werden. Au├čerdem sollen Pflegehilfsmittel zum Verbrauch dazu beitragen, Beschwerden des Pflegebed├╝rftigen zu lindern und eine selbstst├Ąndigere Lebensf├╝hrung zu f├Ârdern. Ebenso sollen dadurch Erleichterungen f├╝r die Pflegeperson geschaffen werden.

Eine praktische Produkt-Variante: Gratis 60 Euro Pflegeboxen

Verschiedene H├Ąndler bieten eine praktische Zusammenstellung h├Ąufig genutzter Pflegehilfsmittel f├╝r den Einmalbedarf versandkostenfrei an. Unter Ber├╝cksichtigung der H├Âchstbetragsgrenze enthalten diese Pakete Schutzutensilien, um Krankheitserreger f├╝r Pflegebed├╝rftige und Pflegekr├Ąfte zu vermeiden. Die Bestellung von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wird absprachegem├Ą├č durch den Anbieter f├╝r den Betroffenen organisiert. Nach einem einmalig gestellten Antrag muss sich der Betroffene um nichts mehr k├╝mmern.

Dadurch werden Pflegebed├╝rftige oder Bevollm├Ąchtigte vom Bestellaufwand entlastet und die ben├Âtigten Pflegehilfsmittel stehen bedarfsgerecht zur Verf├╝gung. Bei Bedarf k├Ânnen Ver├Ąnderungen der Bestellung flexibel durchgef├╝hrt werden. Die Kosten f├╝r diese sogenannten Pflegeboxen ├╝bernimmt beim Vorliegen eines Pflegegrades die Pflegekasse. Ebenso k├Ânnen Pflegeboxen in Apotheken vor Ort bestellt werden, wenn diese einen Abrechnungsvertrag mit der infrage kommenden Pflegekasse geschlossen haben. Au├čerdem sind Bestellungen online m├Âglich. Zu den Anbietern von Pflegeboxen z├Ąhlen:

  • Curendo
  • Hysana.de
  • Sigubox
  • Pflegebox.de
  • Sanubi.de
  • Insenio

Die Anbieter verf├╝gen ├╝ber verschiedene, fertig zusammengestellte Pflegeboxen mit h├Ąufig gefragten Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch. In der Regel werden 4 bis 6 Varianten angeboten. H├Ąufig liegt bei pflegebed├╝rftigen Menschen Inkontinenz vor. Hierbei w├Ąre beispielsweise eine Kombination aus Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhen und Desinfektionsmitteln empfehlenswert. Bei der Auswahl einer passenden Pflegebox k├Ânnen Gr├Â├čen, Materialien und Hersteller bestimmt werden. Alternativ k├Ânnen die Produkte einer Pflegebox individuell kombiniert werden.

Entscheidungskriterien zur Auswahl einer Pflegebox

Da zur Beschaffung von Pflegeboxen Unterschiede zwischen den Anbietern bestehen, ist eine Auswahlentscheidung des Betroffenen notwendig. Damit eine passende Anbieterwahl getroffen werden kann, kann die Beachtung einiger Kriterien hilfreich sein:

  • Findet eine ausreichende Beratung zu den einzelnen Pflegehilfsmitteln statt?
  • Bestehen Erfahrungswerte, Kundenbewertungen, oder Ergebnisse von Vergleichstests zu Anbietern?
  • Erfolgen die regelm├Ą├čigen Lieferungen zeitgerecht und wer f├╝hrt sie durch?
  • Ist ein Sendungsempfang per Unterschrift zu best├Ątigen?
  • K├Ânnen ├änderungsw├╝nsche zum Inhalt einer Pflegebox flexibel und zuverl├Ąssig umgesetzt werden? Beispielsweise k├Ânnten bei einer Vertretung der Pflegekraft andere Handschuhgr├Â├čen erforderlich sein. Au├čerdem k├Ânnten Unvertr├Ąglichkeiten bei bestimmten Desinfektionsmitteln auftreten.
  • Finden kostenlose Serviceleistungen wie aktuelle Informationen zu Produktneuheiten oder Tipps zum Thema Pflege statt?
  • Wie sind Antrag an die Pflegekasse, Bestellvorgang und Lieferung organisiert?
  • Wie gestalten sich Unterst├╝tzung und Hilfe bei Problemen mit Antr├Ągen oder Lieferungen? Was geschieht mit Pflegeboxen bei l├Ąngerer Abwesenheit?

Vorteile einer Pflegebox

Die Nutzung von Pflegeboxen mit Hilfsmittel zum Verbrauch wird von zahlreichen Pflegebed├╝rftigen in Anspruch genommen. Daf├╝r sind verschiedene Vorteile einer Pflegebox ausschlaggebend:

  • Bequeme Versorgung mit passenden Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch
  • Keine regelm├Ą├čigen Bestellungen erforderlich
  • Versorgungsdefizite von Hilfsmittel zum Gebrauch sind durch p├╝nktliche, automatische Lieferungen ausgeschlossen
  • Organisatorische Entlastung des Pflegebed├╝rftigen durch Anbieter
  • Kostenlose Bestellm├Âglichkeit
  • Anbieter stehen als professionelle Ansprechpartner f├╝r Fragen zum Thema Pflegehilfsmittel zur Verf├╝gung

Die regelm├Ą├čige Nutzung einer Pflegebox ist eine kostenfreie, praktische L├Âsung zum Schutz des Pflegebed├╝rftigen vor Krankheitserregern und Verschmutzungen. Ebenso stellt die Pflegebox eine praktische Arbeitserleichterung f├╝r Pflegekr├Ąfte dar. Auf dieses Leistungsangebot sollte nicht verzichtet werden. Die meisten Anbieter von Pflegeboxen bieten au├čerdem einen kostenlosen Newsletter an. Dadurch erhalten Kunden regelm├Ą├čig aktuelle Informationen zum komplexen Thema Pflege.

Wer hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Gem├Ą├č ┬ž 40 Abs. 2 SGB XI tr├Ągt die Pflegekasse monatliche Aufwendungen f├╝r zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel bis zu 40 Euro. Die pandemiebedingte tempor├Ąre Erh├Âhung auf 60 Euro ergibt sich aus ┬ž 4 Covid-19-VSt-SchutzV (Covid-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung). Auf diese Leistung haben folgende Menschen Anspruch:

  • Beim Betroffenen muss die Pflegekasse einen Pflegegrad festgestellt haben
  • Der Pflegebed├╝rftige lebt zuhause, in einer betreuten Wohnanlage oder einer Wohngemeinschaft
  • Der Pflegebed├╝rftige wird (auch) von Angeh├Ârigen, Bekannten oder Freunden betreut. Eine erg├Ąnzende Pflege und Betreuung durch professionelle Pflegekr├Ąfte steht einer Antragsbewilligung nicht entgegen

Die Leistung der Pflegekasse f├╝r Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wird f├╝r den Pflegebed├╝rftigen ausschlie├člich als Sachleistung gew├Ąhrt. Durch vertragliche Beziehungen erfolgt eine direkte Abrechnung zwischen Pflegekasse und dem Leistungserbringer der Pflegehilfsmittel. Der gesetzlich versicherte Pflegebed├╝rftige muss zur Kostenerstattung daher nicht in Vorleistung treten.

Allerdings muss er Kosten als Eigenleistung tragen, die ├╝ber die maximale Bezuschussungsh├Âhe von monatlich 60 Euro hinausgehen. Bis zum H├Âchstbetrag ist jedoch f├╝r zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel eine Zuzahlungspflicht durch die Regelung des ┬ž 40 Abs. 3 Satz 3 SGB XI ausdr├╝cklich ausgenommen. Lehnt eine Pflegekasse einen Antrag auf Pflegehilfsmittel ab, kann dagegen innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

Bleibt die Pflegekasse bei ihrer ablehnenden Entscheidung, teilt sie dies in einem Widerspruchsbescheid mit. Gegen diesen besteht binnen eines Monats die M├Âglichkeit, Klage beim zust├Ąndigen Sozialgericht einzureichen. Dadurch entstehen keine Gerichtskosten. Lediglich im Falle einer rechtsanwaltlichen Vertretung w├Ąren Anwaltskosten zu erstatten. Ist die Klage f├╝r den Pflegebed├╝rftigen erfolgreich, sind im Regelfall auch die Anwaltskosten nicht vom Kl├Ąger, sondern vom Prozessgegner zu bezahlen.

Die Leistungen der Pflegekasse f├╝r Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden unabh├Ąngig von anderen Pflegesachleistungen erbracht. Ebenso bleibt die H├Âhe des Pflegegeldes hiervon unber├╝hrt. Zahlreiche pflegende Angeh├Ârige entrichten ├╝ber einen langen Zeitraum die Kosten f├╝r Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, weil Ihnen der Anspruch an die Pflegekasse nicht bekannt ist.

Wie sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von 60 Euro zu beantragen?

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch k├Ânnen von Anspruchsberechtigten bei der Pflegekasse ohne ├Ąrztliches Rezept beantragt werden. Dies gilt auch f├╝r die Zusammenstellung dieser Produkte in Pflegeboxen, die auf die individuellen Bed├╝rfnisse abgestellt sind. Sind darin Produktvarianten enthalten, die noch nicht im Hilfsmittel-Verzeichnis der GKV aufgef├╝hrt sind, sollte eine ├Ąrztliche Begr├╝ndung zur Eignung und Notwendigkeit beigef├╝gt werden.

Dadurch k├Ânnen Verz├Âgerungen oder Ablehnungen der gew├╝nschten Bewilligung vermieden werden. Ein Antrag kann formlos oder unter Verwendung eines Vordrucks per Post oder online erfolgen. Hierzu stellen die Anbieter von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Regelfall frankierte Briefumschl├Ąge zur Verf├╝gung. Dadurch ist die Antragstellung f├╝r den Betroffenen kostenlos. Au├čerdem ├╝bersenden die Produktanbieter auf Anfrage ein Antragsformular mit einer verst├Ąndlichen Ausf├╝llhilfe. Durch die angebotene Unterst├╝tzung bei der Antragstellung durch die Anbieter spart der Pflegebed├╝rftige Zeit und M├╝he.

Der Bearbeitungsprozess der Pflegekassen dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen. Im Falle einer Leistungsbewilligung sorgen beauftragte Anbieter f├╝r eine automatische monatliche Versorgung des Pflegebed├╝rftigen mit einer ausgew├Ąhlten Pflegebox. Bedarfsgerechten ├änderungen der Zusammensetzung kann flexibel entsprochen werden. In Einzelf├Ąllen kann es zu zeitlichen Begrenzungen einer Genehmigung durch die Pflegekasse kommen.

Wie erfolgt die Bezahlung von Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Im Gegensatz zu verordneten Hilfsmitteln, die von den Krankenkassen bezahlt werden, erfolgt eine Kosten├╝bernahme von Pflegehilfsmittel durch die Pflegekassen. Einen vorherigen Antrag auf direkte Kosten├╝bernahme durch die Pflegeversicherung k├Ânnen nur Versicherte der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen stellen. Die Abrechnung als Sachleistung erfolgt dann zwischen Anbieter und Pflegekasse ohne nochmalige Beteiligung des Antragstellers.

Anders l├Ąuft der Bezahlprozess bei privat versicherten Personen und der Kombination Beihilfe/Privatversicherung ab. Hierbei muss der Betroffene zun├Ąchst in Vorleistung treten. Die vom Anbieter erhaltene Rechnung/Quittung muss anschlie├čend an die jeweiligen Kostentr├Ąger eingereicht werden. Der Betrag f├╝r Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wird dann unter Ber├╝cksichtigung der H├Âchstgrenzen-Regelung dem Betroffenen erstattet.

Je nach Versicherer und Beihilfestelle kann dies einige Tage oder Wochen dauern. F├╝r beihilfeberechtigte Pflegebed├╝rftige kommt im Regelfall zum Beginn eines jeden Jahres die sogenannte Kostend├Ąmpfungspauschale zum Tragen. Diese Regelung bedeutet, dass eingereichte Rechnungen von erkrankten Beihilfeberechtigten bis zu einem bestimmten Betrag als Eigenleistung zu bezahlen sind. Erst nach Begleichung der j├Ąhrlich zu ber├╝cksichtigenden Kostend├Ąmpfungspauschale erfolgen Leistungen der Beihilfestelle.

Welche Kosten f├╝r Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden von den Kassen nicht ├╝bernommen?

Grunds├Ątzlich erfolgt eine Kosten├╝bernahme nur f├╝r die im Hilfsmittelverzeichnis aufgef├╝hrten Produkte. In begr├╝ndeten Einzelf├Ąllen k├Ânnten geeignete Produktvarianten oder Marktneuigkeiten je nach ├Ąrztlicher Begr├╝ndung jedoch erstattungsf├Ąhig sein. In Zweifelsf├Ąllen bietet sich eine Nachfrage beim behandelnden Arzt oder einer Beratungsstelle wie Pflegest├╝tzpunkt an.

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