|
Vorbei sind die Zeiten, als man elegant angezogen zum sonntäglichen Tanztee ging. Die Herren im Frack oder Anzug, die Damen in schwingenden Kleidern. Heutzutage wird leider viel zu wenig und viel zu selten getanzt. Dabei ist Tanzen nicht nur ein ausgezeichnetes Kommunikationsmittel, sondern auch sehr gesund. Es beeinflusst Körper und Seele wesentlich. Beim Tanzen werden Bein-, Rücken- Arm- und Schultermuskulatur gestärkt, ohne dass man sich dabei abrackern muss. Zudem fördert Tanzen auch die Feinmotorik, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination. Tanzen wirkt sich auch positiv auf die Körperhaltung aus – im Zeitalter der vorwiegend sitzenden Tätigkeit besonders wichtig. Beim Tanzen steigt der Sauerstoffanteil im Blut und bringt Herz und Kreislauf wieder in Schwung. So sinkt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Therapeuten nutzen die positiven Eigenschaften von Musik und Tanz schon lange. Musik und Tanz beeinflussen Herzschlag, Blutdruck, Atemrhythmus, Immunsystem und Gehirnströme gleichermaßen positiv: Das Körpergefühl wird besser. Das liegt auch zum großen Teil daran, dass beim Tanzen weniger Stresshormone gebildet werden, dafür aber das Glückshormon Endorphin vermehrt ausgeschüttet wird. Endorphin löst körperliche und seelische Spannungen.
Eine neue Studie an der Universität Frankfurt hat es bewiesen: Tanzen macht nicht nur fit und glücklich, sondern auch sexy! Zu diesem Ergebnis kam die Kolumbianerin Cynthia Murcia. Die Wissenschaftlerin ermittelte mittels Speichelproben bei 22 Tanzpaaren vor und nach dem Tangotanzen den Hormonstatus. Dabei fand sie heraus, dass Tanzen das Stresshormon Cortisol reduziert, dafür aber der Testosteron-Spiegel bei Männern und Frauen gleichermaßen ansteigt. Dies führte Murcia nicht nur auf die Bewegung, sondern auch auf die Musik und vor allem den Körperkontakt mit dem Tanzpartner zurück: Die Reduktion von Cortisol sei der Musik zu verdanken, die Ausschüttung von Testosteron der Berührung mit dem Partner.
Tanzen bringt Lebensfreude und beflügelt, es ist aber auch eine gute Prävention gegen geistigen Verfall und Demenz. Auf der Tanzfläche werden Gleichgewicht, Orientierungssinn und Anpassungs- und Improvisationsfähigkeit trainiert. Das alles braucht das Gehirn, um im Alter fit zu bleiben. Das zeigte auch eine Langzeitstudie der University of Surrey in Großbritannien: Bei dieser Studie nahmen 40 Frauen und Männern im Alter zwischen 70 und 90 Jahren drei Jahre lang an einem Tanzprogramm teil. Das Ergebnis: Sie entwickelten alle mehr Lebensfreude und wurden körperlich wesentlich mobiler. Orte und gelegenheiten, wo Sie ausgiebig tanzen und feiern können finden Sie auf www.feiern-premium.de. ( Bildnachweis: Vojtech VIk - Fotolia.com )
|