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Spargel ist mit das gesündeste Gemüse. Die Spargelernte beginnt Ende April und dauert traditionell bis zum 24. Juni, dem Johannistag. Dann wird die Ernte beendet, denn die Spargelpflanzen benötigen eine lange Regenerationszeit, um im darauf folgenden Jahr wieder neue Sprossen bilden zu können. Oder um es mit einer alten Bauernregel zu sagen: „Kirschen rot, Spargel tot.“
Spargel - eine Delikatesse mit langer Tradition
Spargel wird schon lange angebaut. Im antiken Griechenland wurde er vorwiegend als Heilmittel eingesetzt, da er harntreibend wirkt und die Nieren entgiftet. Auch im alten Rom landete er gerne und häufig auf dem Tisch. Dort nutzte man ebenso seine Heilkraft und erfreute sich zudem an seinem Geschmack. Machen Sie es genauso wie die alten Römer und essen Sie sich gesund – mit dem „essbaren Elfenbein“, wie die Chinesen den leider nicht preiswerten Spargel nennen.
Nicht nur lecker, sondern auch gesund
Besonders gesund ist Spargel für Menschen, die an Wassersucht und Übergewicht leiden. Spargel entwässert den Körper, ist harntreibend und regt somit die Nierentätigkeit an. Durch die Harnsteigerung werden Gift- und Schlackenstoffe aus dem Körper geschwemmt. Zudem wird das Blut gereinigt. Spargel unterstützt auch die Funktionen von Leber und Lunge. Herzkranke Menschen haben oft einen gestörten Flüssigkeitshaushalt, da ihr Herz eine nicht ausreichende Pumpleistung hat und sich dadurch Wasser im Gewebe einlagert. Durch seine entwässernde Wirkung hilft Spargel zu einer Entlastung von Herz und Kreislauf beizutragen. Übrigens können Sie Spargel fast das ganze Jahr genießen. Er lässt sich sehr gut einfrieren. Bis zu acht Monaten kann er in der Gefriertruhe verbringen, ohne an Aroma einzubüßen. Den Spargel sollte man dann allerdings nicht auftauen, sondern direkt in das kochende Wasser geben. So können Sie in regelmäßigen Abständen eine Entwässerung Ihres Körpers durchführen. Zudem kommt hinzu, dass Spargel eine wahre Vitaminbombe ist: Eine Portion Spargel deckt den täglichen Bedarf an Vitamin C und Folsäure zu 100 Prozent, den Bedarf an Vitamin E zu 90 Prozent und den Bedarf an den Vitaminen B1 und B2 zu immerhin 50 Prozent. Zudem enthält er noch Kalium, Kalzium und Eisen. Auch zum Abnehmen eignen sich die weißen oder grünen Stangen: In einer Portion Spargel sind nur 85 Kilokalorien, dafür aber 7,5 Gramm Ballaststoffe. Spargel ist wegen seines niedrigen Zuckeranteils übrigens auch Diabetiker geeignet. Er enthält pro 100 Gramm etwa zwei Gramm Kohlenhydrate. Darin ist schon der Zuckeranteil enthalten. Diabetiker sollten sich allerdings auf die Spargelspitzen beschränken, da in ihnen nachweislich weniger Zucker ist, als in den Stangen. Bei Gicht wird allerdings vom Genuss von Spargel abgeraten: Bei erhöhten Harnsäurewerten im Blut kann Spargel schmerzhafte Gichtanfälle auslösen. Neue Studien zeigen auch, dass Spargel bioaktive Substanzen wie zum Beispiel Saponine, enthält. Diese wirken sich hemmend auf Krebs aus. Dazu gehören auch die Farbstoffe im grünen und violetten Spargel.
Spargel frisch auf den Tisch
Frischen und qualitativ guten Spargel erkennen Sie daran, dass die Köpfe beim weißen Spargel noch nicht aufgeblüht, sondern fest geschlossen sind. Zudem sind an den Stangen keine Verfärbungen zu sehen. Unser Einkaufs-Tipp: Machen Sie gerade bei grünem Spargel den Frische-Test: Drücken Sie auf die Enden der Stile! Lässt der Spargel dabei Saft, ist er frisch. Heben Sie den Spargel nach dem Kauf ungeschält in einem feuchten Tuch nicht länger als zwei Tage auf. Grüner Spargel wird senkrecht in Wasser stehend gelagert. ( Bildnachweis: qay - Pixelio.com )
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