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Haartransplantation

HaartransplantationProminente wie der deutsche Fußballtrainer Jürgen Klopp und jüngst auch der britische Sänger Robbie Williams (wir berichteten) haben eine Haartransplantation genutzt, um dem Haupthaar wieder mehr Fülle und dem Aussehen somit wieder mehr Jugendlichkeit zu verleihen. Das Geschäft mit Schönheitsoperationen boomt – und somit auch die Haartransplantationen. Kein Wunder, denn 80 aller Prozent aller Männer und 40 Prozent aller Frauen sind von Haarausfall oder nur spärlichem Haarwuchs betroffen. Frauen haben oft nach der Menopause mit Haarausfall zu kämpfen: Dann dünnen sich die Haare über den gesamten Kopf hin aus. Dass Männer mit fortschreitendem Alter Haare lassen müssen ist hinreichend bekannt und viele haben sich damit abgefunden. Doch bei manchen Männern beginnt das Ausdünnen des Haars schon kurz nach der Pubertät! Hatten Vater und Großvater schon dünnes und lichtes Haar, ist das Risiko, selbst an Haarausfall zu erkranken groß, denn Haarausfall, in der medizinischen Fachsprache „androgenetische Alopezie“ genannt ist vererblich. Bei Männern verdünnen sich die Haare in der Stirn und am Hinterkopf (androgenetische Alopezie nach Hamilton-Muster).
Schuld am Haarausfall ist das männliche Sexualhormon Testosteron. Ein Abbauprodukt, Dehydrotesteron (DHT) greift Haare und Haarwurzeln gleichermaßen an. Die Haarwurzeln verkümmern, bis die Haare ausfallen.

Beim Haarausfall nehmen nicht nur die Haare ab, sondern auch die Haarfollikel, aus denen die Haare sprießen. Die Haarfollikel sind jene Struktur in der Kopfhaut, die die Haarwurzeln umschließen und in der die Haare verankert sind. Da nur aus gesunden, funktionierenden Follikeln Harre wachsen können werden bei einer Haartransplantation die Haarfollikel transplantiert.

Haartransplantation Methoden

Bei der Haartransplantation gibt es unterschiedliche Methoden. Voraussetzung für eine Haartransplantation ist, dass der oder die Betroffene über genug Eigenhaar als Spenderhaar verfügt. Meist werden die Spenderfollikel am Hinterkopf entnommen.

FUT-Methode

Bei der FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation) wird ein kompletter Haarstreifen mit den Haarwurzeln aus der Kopfhaut entnommen. Der Haarstreifen wird in circa zehn mal zehn Millimeter große Hautstreifen, sog. „Grafts“ zerlegt. An den Stellen der Kopfhaut, an denen die Haare wachsen sollen werden kleine Einschnitte gemacht, in die die Grafts dann eingesetzt werden. Die Haartransplantation wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Nach etwa drei Monaten beginnen aus den transplantierten Stellen die Haare zu sprießen. Die FUT-Methode hinterlässt eine minimale Narbe an der Stelle, aus der das Spenderhaar entnommen wurde.

FUE-Methode

Bei der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) wird mit einem Hochnadelmikromotor ein Bereich mit maximal vier Haarwurzeln entnommen. Diese Grafts werden mit einer speziellen Nährlösung versorgt bevor sie in feine Einschnitte in die Haarkanäle an der gewünschten Stelle des Kopfes eingesetzt werden. Vorteil bei diesem Verfahren, das länger als die FUT-Methode dauert ist, dass der Chirurg die Wuchsrichtung der Haare berücksichtigen kann, so dass es zu keinen Wirbeln kommt. An den transplantierten Stellen kann es zu kleinen pünktchenförmigen Narben kommen, die allerdings nur dann sichtbar werden, denn sich der Betroffene irgendwann mal dazu entscheidet, Glatze zu tragen.

Wann sollte man eine Haartransplantation vornehmen lassen?

Auch wenn sich das Haupthaar schon in jungen Jahren lichtet: Mit einer Haartransplantation sollte nicht zu früh begonnen werden, denn in jungen Jahren ist noch nicht abzusehen, wie sich hohe Stirn, Geheimratsecken und Glatze entwickeln können. Im schlimmsten Falle bleiben die transplantierten Haare dann als einsame Haarinsel auf einem kahlen Kopf bestehen – und das sieht meist kurios aus.

Bevor man sich für eine Haartransplantation entscheidet, sollte man einen Hautarzt aufsuchen, denn Dermatologen sind auch für das Hautanhängsel Haar zuständig. Der Dermatologe nimmt eine detaillierte Untersuchung vor um herauszufinden, dass keine Krankheit vorliegt, die den Haarausfall verursacht.

Haartransplantation Kosten

Schönheitsoperationen sind nicht billig und werden auch nicht von den Krankenkassen übernommen. Das bedeutet, dass auch Haartransplantationen selbst bezahlt werden müssen. Beträge von bis zu 8.000 Euro (Stand November 2013) sind leider keine Seltenheit. Wegen der hohen Kosten ist mittlerweile ein Gesundheitstourismus in andere Länder und Staaten entstanden. Auf dem Gebiet der Haartransplantation ist die Türkei Vorreiter. In den türkischen Kliniken haben sich die Chirurgen vor allem auf die moderne FUE-Methode spezialisiert. Wer sich für eine Haartransplantation in der Türkei entscheidet, sollte darauf achten, dass Klinik und Chirurg TÜV-geprüft sind (TÜV Nord, TÜV Süd, TÜV Rheinland). Wichtig ist, vor der Haartransplantation von dem Chirurg eine schriftliche Garantie anzufordern, da das endgültige Ergebnis einer Haartransplantation erst nach etwa einen Jahr vollständig sichtbar ist.
Bitte beachten Sie, dass ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzten kann.
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