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    Überdosierung freiverkäuflicher Medikamente ist gefährlich

    Von Gesundheits-News | August 30, 2010


    Viele Eltern gefährden die Gesundheit ihrer Kinder, ohne es zu wollen, indem sie viel zu leichtfertig mit freiverkäuflichen Medikamenten umgehen. Dabei handelt es sich vor allem um den Gebrauch von Medikamenten, die gegen Erkältung, Schnupfen, Husten und Fieber eingesetzt werden. Ein übertriebener Gebrauch könne dem Körper schaden warnten australische Forscher auf der Tagung des Internationalen Pharma-Verbands am heutigen Montag in Lissabon. Werden einfach in der Küche vorhandene Löffel zur Medikamentendosierung benützt, könne es zu einer gefährlichen Überdosierung kommen. Viele Verbraucher hielten nicht verschreibungspflichtige Medikamente für weniger gefährlich als solche auf Rezept, erklärt Dr. Rebekah Moles von der University of Sydney. Zu diesen Erkenntnissen führte eine australische Studie, bei der Dr. Moles und ihr Team 97 Erwachsene testeten.

    Im Rahmen dieser Studie luden die Wissenschaftler Eltern ein, die alle eine Tagesstätte für Kinder unter fünf Jahren in Anspruch genommen hatten. Die Testpersonen setzten sich aus 53 Müttern, sieben Vätern und dem Betreuungspersonal der Tagesstätte zusammen. Sie wurden zu verschiedenen Szenarien befragt, was sie als nächstes tun würden. So wurde beispielsweise gefragt, was sie tun würden, wenn das kleinste Kind sich heiß anfühlt und quengelt, aber immer noch trinkt, isst und spielt. Für die Antworten wurden den Testpersonen rezeptfreie Medikamente und eine Auswahl an unterschiedlich großen Löffeln zur Verfügung gestellt. Das Resultat war frappierend: Insgesamt hätten 61 Prozent der Erwachsenen die falsche Dosis verabreicht, sieben Prozent hätten ein Medikament verabreichen wollen, ohne vorher Fieber zu messen, 48 Prozent hätten die Medikamente auch bei einer Temperatur von weniger als 38 Grad Celsius gegeben. Nur 14 Prozent aller Probanden wären in der Lage gewesen, die Situation richtig einzuschätzen, zieht Dr. Moles Bilanz.
    Fast die Hälfte aller 119.000 Notrufe, die beim New South Wales Poisons Information Center eingehen, betrifft eine Medikamenten-Überdosierung bei Kindern. Von ihnen müssen in Folge der Überdosierung 15 Prozent im Krankenhaus behandelt werden.
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    ( Bildnachweis: Digitalpress – Fotolia.com )
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    Kategorien: Allgemein, Hausmittel, Medizin | Kommentare deaktiviert

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