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Tierärzte wollen EHEC-Bakterien in Wiederkäuern reduzieren
Von Gesundheits-News | Juli 2, 2011

Nach der neuesten Welle von EHEC-Infektionen im Kreis Paderborn, die einen Massentest nötig machte (wir berichteten) hat das Vorstandsmitglied der Deutschen Veterinärsmedizinischen Gesellschaft (DVG), Professor Dr. Lothar Wieler zu einer besseren Zusammenarbeit von Humanmedizinern und Tierärzten aufgerufen. Im Kampf gegen die Verbreitung des aggressiven EHEC-Erregers sieht Wieler auch die Tierärzte in der Pflicht: „Wenn es uns gelingt, in Wiederkäuern die Zahl der EHEC zu reduzieren, dann ist das eine Vorbeugemaßnahme für die Humangesundheit. Wir möchten in Wiederkäuern so wenig EHEC wie möglich haben.“ Je mehr EHEC-Bakterien in Wiederkäuern vorkämen, desto größter sei am Ende auch die Gefahr, dass sie irgendwann zum Menschen kämen so zum Beispiel über Lebensmittel oder direktem Kontakt erklärt der Tiermediziner. „Das natürliche Reservoir von EHEC ist der Darm von Wiederkäuern“, so Wieler. Allerdings kann der EHEC-Erreger der Gesundheit der Tiere nichts anhaben, nur Menschen werden von EHEC krank und bekommen wässrige und blutige Durchfälle.
Bislang rätseln die Wissenschaftler noch, wie eine Reduktion der EHEC-Bakterien im Tierdarm erreicht werden kann. „Manche Wissenschaftler glauben, dass man das durch bestimmte Fütterungsregime schaffen kann, andere denken eher an Medikamente oder eine Impfung. Aber es gibt so viele verschiedene EHEC-Typen, dass all diese Ansätze schwer umsetzbar sein dürften“, berichtet Wieler.
Der momentan in Deutschland grassierende EHEC-Erreger, an dem etwa 50 Menschen starben scheint jedoch nicht direkt von Wiederkäuern zu stammen. „Wir können bisher nur spekulieren wie und wo HUSEC041 entstanden ist, aber es sieht bislang danach aus, dass er vom Menschen kommt“, so Wieler.
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( Bildnachweis: adel / pixelio.de )
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