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      So beugen Sie Karies effizient vor

      Von Gesundheits-News | Mai 17, 2012


      Viele Menschen haben Angst vor einem Zahnarztbesuch und drücken sich davor. Das ist verständlich, denn eine Zahnbehandlung ist meist unangenehm oder sogar schmerzhaft. Doch von Zeit zu Zeit wird ein Besuch beim Dentisten dringend nötig, nämlich immer dann, wenn Zahnschmerzen einen heimsuchen. Zahnschmerzen werden meist von Karies verursacht. Davon sind besonders Menschen betroffen, die viel und häufig Süßes und Süßigkeiten essen. Durch den Zucker bedingt bilden Bakterien im Mund eine Säure, welche die Zähne angreift. Mit der Zeit bilden sich dann auf den Zahnoberflächen kleine weiße Flecken, die zunehmend dunkler werden. Ist ein kleines Loch entstanden, ist es schon zu spät: Karies hat den angegriffenen Zahl befallen und der Zahnarzt muss zum Bohrer greifen. Mit der Mähr, dass auch genetische Vorbelastungen bei der Entstehung von Karies eine Rolle spielen, will Professor Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer aufräumen: „Sogenannte Veranlagungen spielen eine untergeordnete Rolle“, so der Dentist. „Entscheidende Risikofaktoren sind mangelnde Mundhygiene und falsche Ernährung.“ Er empfiehlt zur Vorbeugung von Karies weniger zuckerhaltige Nahrung, ein gründliches Zähneputzen und Fluor. „Bei der Vorbeugung von Karies kommt es darauf an, wie effektiv die Mundhygiene ist: Zweimal am Tag gründlich ist besser als viermal ein bisschen. Mit Mundduschen oder Mundwässern alleine kann man den Biofilm nicht beeindrucken, man muss schon die Zähne richtig putzen“, erklärt Oesterreich. Aber auch wer nur kleine Mengen von Süßigkeiten verzehrt, ist nicht vor Karies gefeit, denn es komme nicht nur auf die Menge der Süßigkeiten, sondern auch auf die Essfrequenz an, weiß Professor Dr. Christian Hirsch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde. So sei es viel ungesünder für die Zähne, eine kleine Tüte Gummibärchen über den Tag verteilt zu essen als eine ganze Tafel Schokolade auf einmal. „Die Zähne brauchen Phasen, wo sie keiner Säureattacke ausgesetzt sind“, so Hirsch. Was die meisten nicht wissen: Auch Rauchen schadet den Zähnen, denn Rauchen reduziert den Speichelfluss und somit auch die Abwehrmechanismen, die Karies entgegenwirken.

      Die Gefahren von Karies lauern aber schon im Kleinkind- beziehungsweise Babyalter. Besonders gefährdet sind die Kinder, die ihre Nuckelflasche dauernd im Gebrauch haben und ständig am Nuckeln sind. Auch Fertignahrung und Kinderlebensmittel brauchen beim Verzehr kaum gekaut zu werden. „Kauen ist aber eine gewisse Selbstreinigung der Zähne, breiartige Nahrung fördert die Entstehung von Zahnbelag“, gibt Hirsch zu bedenken.
      Wer Karies vermeiden will, der sollte auch zu Fluor greifen. „Fluoride stärken die Zahnhartsubstanz und beeinflussen den Bakterienstoffwechsel negativ. Dadurch helfen sie, Karies vorzubeugen und beginnende Schäden zu reparieren“, erklärt Oesterreich. Eine Behandlung mit Fluor ist selbst schon bei Kleinkindern ratsam und hilfreich. Oesterreich empfiehl Eltern ihren Kindern vom ersten Milchzahl an bis zum zweiten Lebensjahr einmal täglich die Zähne mit einer fluoridierter Kinderzahncreme zu bürsten. Ab dem zweiten Lebensjahr sollte zweimal am Tag mit der Kinderzahnpasta geputzt werden.
      Lesen Sie weiter: Nach Erbrechen nicht sofort Zähne putzen
      ( Bildnachweis: © vgstudio – Fotolia.com )

      Kategorien: Allgemein, Ernährung, Krankheiten, Vorsorge, Zahnmedizin | Kommentare deaktiviert für So beugen Sie Karies effizient vor

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