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Sind Anti-Baby-Pillen gesundheitsschädlich?
Von Gesundheits-News | September 29, 2009

Die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic vermutet einen direkten Zusammenhang mit der Einnahme der Verhütungspille „Yaz“ und dem Tod einer jungen Frau. Die Schweizerin war Mitte September plötzlich und unerwartet an den Folgen einer Lungenembolie gestorben. Der Berliner Pharmakonzern Bayer Schering Pharma will ebenfalls den Tod der jungen Frau genauer prüfen.
Die Verstorbene hatte vor zehn Monaten auf ärztliches Rezept hin „Yaz“ verschrieben bekommen. „Wir haben vor zwei Tagen von dem Fall erfahren. Wir nehmen ihn sehr ernst und versuchen die genauen Umstände zu klären“, so die Sprecherin von Bayer Schering Pharma, Friederike Lorenzen. „So ein Todesfall ist natürlich immer tragisch, aber es ist bekannt, dass es in ganz seltenen Fällen zu Embolien kommen kann. Das steht auch in der Packungsbeilage“, betont sie. Das gilt für alle Verhütungsmittel dieser Art, nicht nur für die Produkte von Bayer Schering. „Yaz“ ist erst voriges Jahr in Europa auf den Markt gebracht worden. Bayer Schering machte mit den Verhütungspillen „Yaz“, „Yasmin“ und „Yasminelle“ 1,22 Milliarden Euro Umsatz, so viel wie mit keiner anderen Produktgruppe. Frauen nehmen das Produkt so gut an, weil es im Gegensatz zu früheren Anti-Baby-Pillen zu einer geringeren Gewichtszunahme führt. Die Verhütungspille „Yasmin“ war allerdings schon im Mai diesen Jahres negativ in die Schlagzeilen geraten: Auch in diesem Falle hatte ein jungen Frau nach Einnahme eine Lungenembolie erlitten. Sie hat zwar überlebt, ist aber seitdem schwerbehindert. Swissmedic untersucht seitdem alle Verhütungstabletten. Im Oktober sollen erste Ergebnisse veröffentlicht werden. Vielleicht sollten verhütende Paare sich bis dahin mit Kondomen begnügen.
( Bildnachweis: Digitalpress – Fotolia.com )
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