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    Schweinegrippe-Impfung: Bundesländer verkaufen Impfstoff

    Von Gesundheits-News | Dezember 7, 2009


    Die Bundesländer planen wegen mangelnder Nachfrage bei der deutschen Bevölkerung mehr als zwei Millionen Impfdosen gegen den A-H1N1-Virus ins das Ausland zu verkaufen. Laut Bundesgesundheitsminister Philip Rösler haben sich nur fünf Prozent der Bevölkerung impfen lassen. Selbst bei Ärzten und medizinischen Personal liegt die Quote der Geimpften bei nur 15 Prozent.
    Die Bundesländer haben 50 Millionen Impfdosen geordert, die schrittweise bis zum Frühjahr ausgeliefert werden sollen. Die Kosten für die Schweinegrippe-Impfung tragen die Krankenkassen. Das finanzielle Risiko für nicht verbrauchte Impfdosen liegt jedoch bei den Ländern selbst, die für die Seuchenabwehr zuständig sind. Die Bundesländer haben sich deshalb entschlossen, 2,2 Millionen Impfdosen dem Ausland zum Kauf anzubieten. Nun fragt Rösler auf Bitten der Länder das Interesse anderer Staaten ab. Die Ukraine hatte schon sehr früh Kaufinteresse bekundet. Dort verläuft die Schweinegrippe nicht so harmlos wie hier in Deutschland.

    Dennoch will Philip Rösler keine Entwarnung bezüglich der Schweinegrippe geben: „Man kann noch nicht davon ausgehen, dass die Krankheit ihre Gefahr verloren hat.“ Er appellierte an die Bürger, insbesondere an Ärzte und Pflegepersonal, sich impfen zu lassen. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI) gab keine Entwarnung: „Wir haben den Scheitel möglicherweise erst erreicht“, so Jörg Hacker, Präsident des Robert-Koch-Instituts. „Die neue Grippe könnte durchaus im Frühjahr eine neue Welle bringen. Das muss man ins Kalkül ziehen.“ Hacker rät vor allem chronisch Kranken, Schwangeren und medizinischem Personal, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen.
    ( Bildnachweis: gabisch – Pixelio.de )

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