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    Pflegezusatzversicherungen: Welche gibt es und wer sollte jetzt handeln?

    Von Gesundheits-News | Juli 30, 2012

    Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil der Kosten, die im Pflegefall tatsächlich anfallen. Daher ist der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung eine gute Möglichkeit, die restlichen Kosten zu decken. Es gibt drei verschiedene Arten von privaten Pflegeversicherungen, wobei vor allem Männer gut beraten sind, sich noch dieses Jahr für eine zu entscheiden.

    Verschiedene Formen der Pflegezusatzversicherung

    Personen, die sich nicht nur auf die gesetzliche Pflegeversicherung verlassen wollen, wenn sie später pflegebedürftig werden, können sich zusätzlich privat pflegeversichern. Dabei steht ihnen die Pflegetagegeld-, die Pflegerenten- und die Pflegekostenversicherung zur Auswahl. Die Pflegetagegeldversicherung zahlt dem Versicherten im Pflegefall einen Festbetrag aus, der sich nach der Pflegestufe richtet. Die vollen 100 Prozent werden meist erst bei Pflegestufe 3 ausgezahlt. Der Vorteil dieser Pflegezusatzversicherung ist, dass das Geld nicht unbedingt für die Pflegekosten genutzt werden muss. Eine Pflegerentenversicherung zahlt bei Pflegebedürftigkeit eine vorher festgelegte Summe als Rente aus. Dabei ist der monatliche Betrag – anders als beim Pflegetagegeld – nicht festgesetzt, sondern richtet sich nach den Überschüssen, die der Versicherer erwirtschaftet. Dafür bleiben die Beiträge für die Pflegerentenversicherung über die Jahre konstant. Die Pflegekostenversicherung kommt für die Ausgaben auf, die nach Abzug der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung für die professionelle Pflege anfallen. Je nach gewählter Versicherung werden die restlichen Kosten komplett oder prozentual übernommen.

    Männer werden durch Unisextarife mehr zahlen

    Da ab 21. Dezember 2012 in Deutschland die Unisextarife gelten, sollten sich unschlüssige Männer nicht mehr allzu viel Zeit für den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung lassen. Momentan dürfen Versicherungen noch Tarife anbieten, deren Beiträge sich zwischen Mann und Frau unterscheiden. Männer zahlen daher zurzeit etwa 25 Prozent weniger als Frauen für ihre private Pflegeversicherung. Wer davon als Mann noch profitieren möchte, muss bald handeln. Denn durch die Unisextarife werden die Beiträge für Männer steigen.

    Finanzielle Entlastung durch Pflegebahr ungewiss

    Der Pflegebahr, eine finanzielle Förderung für Pflegetagegeldversicherungen von fünf Euro monatlich bei einer Selbstbeteiligung von zehn Euro pro Monat, kommt ab 2013. Doch ob es sich lohnt, auf den Abschluss einer entsprechenden geförderten Pflegezusatzversicherung zu warten, ist fraglich. Der Grund: Die privaten Versicherer dürfen dann keine Antragssteller mehr ablehnen, bei denen das Risiko der Pflegebedürftigkeit besonders hoch ist. Die Versicherungsgesellschaften werden diese Pflegefall-Gefahr in ihren Beiträgen mitberechnen, sodass die geförderten Versicherungen wahrscheinlich teurer sein werden als die nicht geförderten. Ob die jährliche Förderung in Höhe von 60 Euro die Lücke zwischen den bestehenden und neuen Verträgen ausgleichen kann oder sogar eine finanzielle Entlastung bringt, ist unklar.

    Kategorien: 50+, Allgemein, Geld und Gesundheit, Krankenkassenvergleich | Kommentare deaktiviert

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