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    Lepra-Impfstoff – Schlüssel zur Krankheit gefunden?

    Von Gesundheits-News | Januar 30, 2010

    Lepra gehört zu den ältesten und furchtbarsten Krankheiten der Welt. Viele meinen, diese Seuche sei ausgestorben, doch das stimmt leider nicht. Weltweit sind im Jahr 2008 offiziell 250.000 Menschen an Lepra neu erkrankt. Etwa zehn Prozent davon waren Kinder. An den Folgen von Lepra wie etwa sichtbare Behinderungen und Entstellungen leiden rund vier Millionen Menschen. Dabei ist das Leid der Menschen unnötig, denn Lepra ist heilbar: Seit über 20 Jahren existieren Medikamente, doch diese müssen früh genug zu den Patienten gelangen. Das Problem dabei ist, das es schwierig ist, die Erkrankten in den abgelegen Dörfern in Afrika, Lateinamerika oder Asien zu erreichen. Die meisten Leprakranken leben in Indien und Brasilien. Aber auch in Deutschland kommt Lepra immer noch sporadisch vor: „Heute gibt es in Deutschland verschwindend wenige Fälle von Lepra, vielleicht ein bis zwei im Jahr. Das sind dann aber mitgebrachte Erkrankungen“, weiß Ralf Klötzer, der Leiter der Gesellschaft für Leprakunde in Münster.


    Nun haben Forscher aus China und Singapur möglicherweise den Schlüssel für einen Impfstoff gegen diese schreckliche Krankheit gefunden. Nach ihren Forschungen zufolge läge es an sieben Genen, ob ein Mensch gegen Lepra immun sei, berichtet die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) . „Das wird auch helfen, die bereits von der DAHW geförderte Impfstoffentwicklung zu verbessern”, hofft der leitende medizinische Berater des Hilfswerks, Adolf Diefenhardt. Er betont, dass der Weg zu einem Impfstoff schwierig sei, da die Erforschung der Krankheit bisher fast nur von den Leprahilfswerken finanziert werde: „Was wir jetzt dringend benötigen, ist Interesse von Forschungsinstituten und Universitäten sowie öffentliche Gelder”, so Diefenhardt. Alleine in diesem Jahr unterstützt die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe 241 Hilfsprojekte in 27 Ländern mit fast zehn Millionen Euro. Das Hilfswerk organisiert Aufklärungskampagnen, Ausbildungskurse für das medizinische Personal, besorgt Medikamente und kümmert sich um die soziale Rehabilitation der Genesenen. Seit über 50 Jahren wird zum Gedenken an den Todestag von Mahatma Gandhi am letzten Sonntag im Januar der Welt-Lepra-Tag begangen. Unterstützen kann man den Kampf gegen Lepra mit einer Spende an das Deutsche Aussätzigen-Hilfswerk Konto 9696 bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg (BLZ 790 500 00).

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