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Falsche Freundlichkeit ist gesundheitsschädlich
Von Gesundheits-News | Februar 26, 2011

Viele Arbeitnehmer sind dazu angehalten, immer freundlich zu sein und zu lächeln – ganz besonders, wenn sie an ihrem Arbeitsplatz mit viel Publikumsverkehr zu tun haben. Doch wie wirkt sich das Dauergrinsen von Flugbegleiterinnen oder Messe-Hostessen auf die Gesundheit aus? Der amerikanische Psychologe und Wissenschaftler Brent Scott wollte es wissen und beobachtete und befragte zwei Wochen lang Busfahrer im US-Bundesstaat Michigan. Dort müssen nämlich die Fahrer ihre Fahrgäste auf Anordnung des Arbeitgebers immer anlächeln. Bei seinen Untersuchungen stellte Scott fest, dass die Busfahrer, die gegen ihren Willen lächelten, sich am Abend bedrückt und erschöpft fühlten. Zudem schwand im Laufe des Arbeitstages ihre gute Laune immer mehr: Es fiel ihnen immer schwerer, neue Fahrgäste anzulächeln.
Für Menschen bedeute es Stress, wenn sie ihre wahren Gefühle unterdrücken und stattdessen unentwegt lächeln müssten, erklärt der Psychologe. Folglich seien Mitarbeiter, die zur Freundlichkeit gezwungen werden, weniger motiviert und lustloser. Deshalb würden sie auch öfter emotional erschöpft und krank. Ein erzwungenes, aufgesetztes Lächeln schade also nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Produktivität, zieht Scott Bilanz. Frauen leiden besonders unter einem aufgezwungen Lächeln, da es für sie Stress pur sei, echte Gefühle verbergen zu müssen. Seine Studienergebnisse veröffentliche Scott in der Fachzeitschrift „Academy of Management Journal“.
( Bildnachweis: Thommy Weiss / pixelio.de )
Kategorien: Allgemein, Wellness, Wissenschaft | Kommentare deaktiviert
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