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Beta-Blocker wirken bei Brustkrebs
Von Gesundheits-News | März 27, 2010
Beta-Blocker helfen gegen Brustkrebs. Sie reduzieren die Bildung von Metastasen und verbessern so die Überlebenschancen der betroffenen Frauen. Das trugen am gestrigen Freitag die Wissenschaftler Dr. Desmond Powe von der University of Nottingham und Professor Dr. Frank Entschladen von der Universität Witten/Herdecke auf der Brustkrebs-Konferenz in Barcelona vor. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, hatten die beiden Wissenschaftler mit ihren Teams die Krankheitsdaten von Brustkrebspatientinnen analysiert. Dabei teilten sie die Patientinnen in drei Gruppen auf: Eine Gruppe, die wegen Bluthochdruck schon mit Beta-Blockern behandelt wurde, eine Gruppe, deren Bluthochdruck mit anderen Medikamenten wie zum Beispiel ACE-Hemmer, Kalzium-Antagonisten, Diuretika oder Sartane therapiert wurde und eine dritte Gruppe, die nicht unter Bluthochdruck litt und dementsprechend auch keine Medikamente bekam. Das Ergebnis der Studie war eindeutig: In der Gruppe der Patientinnen, die Beta-Blocker einnahmen (43 von 466) bildeten sich deutlich weniger Metastasen. Zudem trat der Krebs nicht so häufig erneut auf. Diese Patientinnen hatten eine um 71 Prozent höhere Chance, keine Metastasen zu bilden und so ihre Lebenserwartung zu erhöhen. „So deutliche Aussagen kommen nur bei wenigen Studien zustande“, freut sich Frank Entschladen, „deshalb sind wir neugierig, ob wir es in einer zukünftigen, größeren Studie und auch bei anderen Krebsarten bestätigen können.“
Der Mediziner erklärt den Wirkungsmechanismus der Beta-Blocker: „Krebszellen können besonders dann gut und schnell wachsen, streuen und Metastasen bilden, wenn viele Stresshormone im Körper unterwegs sind. Die Beta-Blocker verhindern nun, dass die Stresshormone an den Krebszellen andocken können. Daher kommt es auch zu weniger Wanderungen und Streuungen“. Die Patientinnen mit Bluthochdruck, die andere Medikamente eingenommen hatten, konnten nicht von diesem positiven Effekt profitieren. Deshalb soll nun untersucht werden, ob auch Brustkrebspatientinnen, die nicht unter Bluthochdruck leiden, auf eine Krebsbehandlung mit Beta-Blockern ansprechen.
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