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Ärztenotstand: Krankenkassen sehen keinen Ärztemangel
Von Gesundheits-News | September 6, 2010

Während die Bundesärztekammer (BÄK) und die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) einen immer größer werdenden Ärztenotstand in Deutschland befürchten, ist der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) ganz anderer Meinung: Es gäbe genug Ärzte in Deutschland und keine Hinweise darauf, dass das bald anderes sein würde, ließ die GKV verlauten. „Wir haben mehr Fachärzte als genug und es gibt keinen seriösen Hinweis, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern würde“, betont Johann-Magnus von Stackelberg, der stellvertretender Vorsitzender des GKV-Spitzenverbands. Laut Stackelberg versuchten die Ärzte mit ihren Zahlen „nur Jahr für Jahr milliardenschwere Honorarerhöhungen durchzusetzen.“ Allerdings räumte der stellvertretende Vorsitzende ein, dass es bei den Hausärzten in Zukunft Probleme geben könnte, wenn nicht gegengesteuert wird. Schon jetzt sind in bestimmten ländlichen Gebieten Hausärzte knapp: „Deshalb fordern wir, dass sich alle Ärzte künftig nur noch in Regionen niederlassen dürfen, wo es einen echten Bedarf gibt“.
Am Freitag, 03. September hatten BÄK und KBV die aktuellen Arztzahlstatistiken vorgelegt. Beide ärztliche Organisationen gehen davon aus, dass die Anzahl der Hausärzte in den kommenden zehn Jahren um 7.000 sinkt. Auch in Facharztgruppen, vor allem bei Augenärzten, Frauenärzten, Hautärzten und Nervenärzten und in Kliniken würden immer mehr Ärzte fehlen. Laut der neuen Statistik schieden bis 2020 alleine im ambulanten Bereich 51.774 Mediziner, darunter 23.768 Hausärzte aus Altersgründen aus. Im stationären Bereich gehen innerhalb der nächsten zehn Jahre 20.000 Ärzte in Ruhestand. Momentan gibt es 5.000 unterbesetzte Arztstellen in Krankenhäusern.
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( Bildnachweis: ISO K° – photography – Fotolia.com )
Kategorien: Allgemein, Medizin | Kommentare deaktiviert
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