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Generika - der "billige Jakob" PDF Drucken E-Mail

Generika - umstrittene Nachahmerpräparate„Generika“ sind Nachahmerpräparate von Medikamenten, die schon seit Jahren auf dem Markt sind und deren Patente abgelaufen sind. Millionen von Versicherten müssen sich nach und nach darauf einstellen, anstatt der Originalpräparate Generika zu bekommen. Die gesetzlichen Krankenkassen arbeiten daran, ihre Ausgaben für Arzneimittel drastische zu senken. Derzeit werden Rabattverträge mit Herstellern von Generika ausgehandelt. Das hat zur Folge, dass der Versicherte nur noch Medikamente von dem Hersteller bekommt, mit dem seine Krankenkasse einen Rabattvertrag geschlossen hat. Handelt es sich bei dem Vertragspartner um den Hersteller von Generika, bekommt der Versicherte in der Apotheke das Nachahmerpräparat automatisch ausgehändigt. Dazu ist die Apotheke verpflichtet, selbst wenn der Patient bereit ist, die Preisdifferenz noch zusätzlich zu seinen Krankenkassenkosten aus eigener Tasche zu zahlen. In der Regel entscheidet zwar der behandelnde Arzt, welches Medikament er seinem Patienten verordnet. Befindet sich jedoch der Vermerk „aut item“ (lateinisch für „oder ähnliches“) auf dem Rezept, stellt er dem Apotheker frei, das nach Preisgesichtspunkten billigste Medikament auszusuchen. Wenn Sie oft Rezepte mit diesem Vermerk bekommen, wissen Sie, dass Ihr Arzt ein Anhänger des „billigen Jakob“ ist.



Nun müssen Generika nicht unbedingt schlechter als die Originale sein. Die Nachahmerpräparate müssen in ihrem Wirkstoff und in ihrer Bioverfügbarkeit mit dem Original übereinstimmen. Das bedeutet, dass Geschwindigkeit und Menge, mit der der Wirkstoff freigesetzt wird, dem Original entsprechen sollte. Einen Manko aber hat das Ganze: Identisch müssen nur die Wirkstoffe sein, die Zusammensetzung der Arzneiform mit Hilfestoffen kann differieren. Aber auch Hilfestoffe können Unverträglichkeit und Nebenwirkungen hervorrufen. Ein Wechsel vom Originalpräparat zu einem Generikum sollte nur nach gründlicher Beratung mit dem Arzt erfolgen. Zudem kann es sein, dass sich die Dosierung und die Darreichungsform ändern. Ein weiteres Problem ist, dass bestimmte Wirkstoffgruppen nicht so ohne weitere austauschbar sind, so beispielsweise zur Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen, Demenzerkrankungen, Schildrüsenerkrankungen, Störungen des Immunsystems und Krebs.
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