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Krankheiten
Alzheimer: Therapie Drucken E-Mail

Eine Behandlung von Alzheimer-Patienten sollte unbedingt von geschulten Fachärzten wie Neurologen, Neuropsychologen, Psychiater und Gerontologen erfolgen. Alzheimer ist leider nicht heilbar. Bisher gibt es noch keine Medikamente, die das Absterben der Nervenzellen verhindern. Ziel einer Alzheimer-Therapie ist es daher, dem Betroffenen die Alltagskompetenz möglichst lange zu erhalten. Da Morbus Alzheimer eine fortschreitende Krankheit ist, müssen bloße Verzögerungen des geistigen Verfalls schon als Erfolg gewertet werden. Bei einer Alzheimer-Behandlung werden zum einen Medikamente genutzt, zum anderen aber auch begleitende nicht-medikamentöse Therapien. Es ist sinnvoll, die Bewegung unter physiotherapeutischer Anleitung ebenso zu fördern wie handwerkliche und künstlerische Fähigkeit mit einer Ergotherapie. Verschiedene Psychologen und Gedächtniskliniken bieten solche Behandlungen an. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Patient nicht überfordert wird.



Im frühen und mittleren Stadium wird Alzheimer medikamentös mit Acetylcholinesterase-Hemmer behandelt. Acetylcholinesterase-Hemmer helfen, den Signalaustausch zwischen den noch funktionierenden, nicht abgestorbenen Nervenzellen zu verbessern. Mit ihnen wird die Verfügbarkeit des Signalstoffs Acetylcholin gesteigert, indem das Enzym Acetylcholinesterase blockiert wird, dass im Gehirnstoffwechsel Acetylcholin abbaut. Ab dem dritten Stadium der Alzheimer-Erkrankung können diese Medikamente jedoch nicht mehr eingesetzt werden.
Bei einer fortgeschrittenen Demenz vom Alzheimer-Typ werden NMDA-Antagonisten (Memantine) eingesetzt. Memantine verhindern, dass die Nerven durch den Botenstoff Glutamat überreizt werden. Ist zuviel Glutamat vorhanden, führt das zu einer Schädigung der Nervenzellen. Zudem können Memantine die kognitive Leistungsfähigkeit, die Alltagsfähigkeiten und das Krankheitsstadium positiv beeinflussen. Im Einzelfall können Acetylcholinesterase-Hemmer mit NMDA-Antagonisten kombiniert werden.



Je nach Verlauf von Morbus Alzheimer werden zusätzliche Medikamente gegen Unruhe, Schlafstörungen, Depressionen, Inkontinenz oder auch parkinsonähnliche Bewegungsstörungen notwendig. Dabei ist auf mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen zu achten. Die Begleitmedikamente dürfen auf gar keinen Fall die labile Hirnfunktion zusätzlich beeinträchtigen!
Eine Behandlung von Alzheimer-Patienten sollte unbedingt von geschulten Fachärzten wie Neurologen, Neuropsychologen, Psychiater und Gerontologen erfolgen. Auch sollten regelmäßige Nachuntersuchungen nicht vergessen werden. Diese sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Alzheimer-Therapie. Durch sie kann der Krankheitsverlauf besser beobachtet und beurteilt werden. So kann die Therapie besser auf den individuellen Patienten angepasst werden.
Bitte beachten Sie, dass ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!
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