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Masernimpfung

Masernimpfung Bei Masern handelt es sich um eine sehr ansteckende Krankheit, die durch das Masernvirus hervorgerufen wird. Das Virus wird durch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen – also beim Niesen, Husten und Schnupfen. Es ist sehr resistent und kann bis zu zwei Stunden in der Luft ansteckend bleiben. Deshalb infizieren sich fast alle, die nicht gegen Masern geimpft sind, bei einem Kontakt mit einem am Masern Erkrankten. Entgegen der mittlerweile weitläufigen Annahme, dass es sich bei Masern um eine harmlose Kinderkrankheit handele, ist Masern defacto die Krankheit, bei er am häufigsten Komplikationen auftreten. So können Masern eine Mittelohrentzündung, eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung nach sich ziehen. Die gefährlichste Komplikation ist jedoch die der Hirnhautentzündung, die bei zehn bis 20 Prozent der Betroffenen tödlich endet. Bei etwa 20 bis 30 Prozent der Erkrankten führt die Hirnhautentzündung zu schweren bleibenden geistigen Behinderungen. Die Masernimpfung schützt somit nicht nur vor der Kinderkrankheit, sondern auch vor ihren möglichen Komplikationen.

Das Problem in Deutschland ist, dass die Zahl der gegen Masern Geimpften seit der Einführung der Masernimpfung im Jahr 1973 deutlich abgenommen hat. Viele Eltern haben ihre Kinder nicht mehr gegen Masern impfen lassen oder die zweite, wichtigere Impfung vergessen. Dadurch besitzen viele 20- bis 40-Jährige keinen ausreichenden Impfschutz. Deshalb kommt es in neuester Zeit immer wieder in Deutschland zu regionalen Masernepidemien. Dabei wird die Krankheit vorwiegend von Touristen, die aus dem Ausland, ganz besonders Afrika wiederkehren in masernfreie Regionen eingeschleppt.

Wer sollte sich impfen lassen?

  • Die am Robert-Koch-Institut ansässige Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, alle Kinder gegen Masern impfen zu lassen. Diese Impfung kann als kombinierte MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln-Impfung) vorgenommen werden. Bei der MMR-Impfung ist zu beachten, dass sie zweimal vorgenommen werden muss, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten. Viele Eltern vergessen jedoch die zweite Impfung. In diesem Falle empfiehlt die STIKO, die zweite Impfung so früh wie möglich bei allen betroffenen Kindern und Jugendlichen nachzuholen.
  • Auch nicht geimpfte Erwachsene, die in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderheimen und Kinderkliniken arbeiten wird eine Masern-Impfung empfohlen. Das gilt auch für das Personal von Krankenhäusern und Kliniken sowie den Betreuern von immungeschwächten Personen. Zudem sollten sich alle, die Kontakt zu Masernpatienten haben oder haben könnten, impfen lassen. 
  • Seit August 2010 empfiehlt die Ständige Impfkommission die Masernimpfung auch allen nach 1970 Geborenen, deren Impfstatus unklar ist oder die nur eine Impfdose verabreicht bekommen haben. Laut STIKO könne für diese Impfungen auch der kombinierte MMR-Impfstoff verwendet werden. 
  • Wer an Masern erkrankt ist, kann sich noch bis zum vierten Tag nach der Ansteckung vom Arzt gegen Masern impfen lassen (Postexpositionsprophylaxe).

Wie sieht die Masernimpfung aus?

Bei der Masernimpfung handelt es sich um einen Lebendimpfstoff. Dieser besteht aus abgeschwächten Masernviren, die keine Erkrankung mehr auslösen können. Der Masernimpfstoff wird als Spritze (Injektion) intramuskulär entweder seitlich in den Po oder in den Oberarmmuskel oder Oberschenkelmuskel verabreicht. Nach der Injektion bildet der Körper Abwehrstoffe gegen die Masernviren. Bei einer späteren Ansteckung werden die Masernerregern von den Antikörpern abgefangen, so dass die Krankheit nicht ausbrechen kann. Die Masernimpfung gilt als sehr zuverlässige Impfung.

Wann sollte die Masernimpfung vorgenommen werden?

Bei Kindern empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung). Die erste Impfung erfolgt in der Regel bei der U6-Untersuchung (11. bis 14. Monat), die zweite bei der U7-Untersuchung (15. bis 23. Monat). Diese zweite Impfung soll sicherstellen, dass alle Kinder bis ins Erwachsenenalter geschützt sind. Leider wird die zweite Impfung oftmals vergessen, was zur Folge hat, dass der Impfschutz nicht ausreichend ist. Sollte dies der Fall sein ist eine spätere Auffrischung notwendig. In Ausnahmefällen, so zum Beispiel bei Kontakt des Babys mit Masernpatienten kann die erste MMR-Impfdosis schon ab dem neunten Monat verabreicht werden. Dementsprechend muss die zweite MMR-Impfung aber schon zu Beginn des zweiten Lebensjahres erfolgen.

Masernimpfung – Erwachsene

Wer sich als Erwachsener über seinen Impfstatus über die Masernimpfung im Unklaren ist oder nicht geimpft ist, kann die Masernimpfung jederzeit nachholen. Hier reicht eine Injektion.

Masernimpfung – Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Welche Nebenwirkungen nach der Masernimpfung auftreten hängt in erster Linie von dem verwendeten Kombinationsimpfstoff ab. Oftmals werden leichte Rötungen, Reizungen und Schmerzen an der Injektionsstelle wahrgenommen. Auch der Allgemeinzustand kann sich verschlechtern, der Geimpfte kann unter Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und erhöhter Temperatur leiden. Dies sind Anzeichen dafür, dass das Immunsystem aktiviert wurde. Mitunter kann es auch zu leichten Magen-Darm-Problemen, leichten Reizungen des Mittelohrs sowie leichten entzündlichen Beschwerden der Atemwege kommen. Bei etwa fünf Prozent der Geimpften kommt es vorübergehend zu „Impfmasern“ mit den typischen Hautrötungen, mäßigem Fieber und leichten Atemwegsbeschwerden. Diese Impfmasern sind jedoch nicht ansteckend. In seltenen Fällen leiden die Geimpften unter Fieberkrämpfen, Gangunsicherheiten und vorübergehenden Störungen des Nervensystems. In einem zu 1.000.000 Fällen kann es nach der Masernimpfung zu Entzündungen des Gehirns, der Hirnhaut, des Knochenmarks sowie zu Nervenentzündungen mit Lähmungen kommen. Bei einer Masernerkrankung ist die Wahrscheinlichkeit hierfür jedoch eins zu 1.000.
Bitte beachten Sie, dass ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzten kann!
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