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Aktuelle Seite: StartVorsorgeStammzellen aus NabelschnurblutStammzellen aus Nabelschnurblut: Vor- und Nachteile

Adulte Stammzellen aus der Nabelschnur – Wissenswertes sowie Vor- und Nachteile

Adulte Stammzellen aus der Nabelschnur – Wissenswertes sowie Vor- und NachteileStammzellen aus Nabelschnurblut haben an Popularität zugenommen. Die Stammzellen werden in diversen Pressemeldungen als wahre Wunderwaffen gefeiert. Fest steht, dass Forscher intensiv an der Verwendbarkeit für Therapieformen arbeiten, gleichzeitig ist aber bislang unklar, ob die Stammzellpräparate aus der Nabelschnur tatsächlich bei Gesundheitsbeschwerden eingesetzt werden können. Trotzdem entscheiden sich immer mehr Eltern für das Einlagern oder Spenden der Stammzellen. Nicht selten wird dafür viel Geld bezahlt. Warum ein derartiger Hype um das Nabelschnurblut besteht und welche Vor- und Nachteile damit einhergehen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Stammzellen – Was ist das?

Während der Embryo-Entwicklung gehen aus Basiszellen verschiedenste Körperzellen hervor. Diese Basiszellen werden als Stammzellen bezeichnet. Nach der Geburt befinden sich Stammzellen im Knochenmark und einigen Organen. Dort geht die Entwicklung weiter und die Basiszellen werden zu Vorläuferzellen. Diese wiederum verwandeln sich im Laufe der Entwicklungsphase zu Immun- und Blutzellen. Die kontinuierliche Zellteilung sorgt dafür, dass die Anzahl auf einem konstanten Niveau bleibt. Momentan stehen für Stammzellen drei legale Quellen zur Verfügung:

  1. das Nabelschnurblut
  2. Blut (hierbei müssen Stammzellen mit Hilfe von Medikamenten aus dem Knochenmark transportiert werden)
  3. Knochenmark (durch Punktion)

Wozu eignen sich Stammzellen

Forscher beschäftigen sich seit vielen Jahren mit Stammzellenforschung und versuchen die Frage zu klären, ob die Flexibilität und Wandlungsfähigkeit der Stammzellen bei der Therapie von Krankheiten wie Krebs, Parkinson oder Alzheimer nützlich sein könnte. Auch die Frage nach dem Wie ist präsent. Da Stammzellen aus Nabelschnurblut flexibel und undifferenziert sind, können sie theoretisch zu unterschiedlichen Zelltypen heranreifen. Die Entwicklung von Organen und Gewebe ist möglich. Da Stammzellen aus der Nabelschnur darüber hinaus ohne moralische Bedenken gewonnen werden, bieten sie der Medizin große Chancen. Weder für Kinder noch für Mütter besteht bei der Entnahme des Nabelschnurblutes ein Risiko, denn die Stammzellen werden erst nach Geburt und Abnabelung entnommen.

Die grundsätzliche Idee der Stammzellenforschung sieht vor, aus Stammzellen individuelles Gewebe entstehen zu lassen, dass dann dazu dient, krankes Gewebe bei Patienten zu ersetzen. Bereits erfolgreich funktioniert dieses Konzept bei Blutkrebspatienten. Nachdem erkrankte Zellen durch Chemotherapien oder Bestrahlungen zerstört wurden, verabreicht man den Patienten Stammzellen von Spendern. Aktuelle Studien beschäftigen sich allerdings auch mit anderen Krankheitsbildern, die nichts mit dem Blutsystem zu tun haben. Bei folgenden Erkrankungen wurden mit Tierversuchen bereits positive Ergebnisse erzielt:

  • Alzheimer
  • Diabetes
  • Crohn-Krankheiten
  • Schlaganfälle
  • Multiple Sklerose
  • Herzinfarkt
  • Parkinson
  • Lungenkrankheiten
  • Muskelerkrankungen

Aus den Beobachtungen geht hervor, dass die Stammzellen zum einen sich selbst zu speziellen Zellen entwickeln, zum anderen körpereigene Gewebezellen zum Wachsen anregen. Studien bei Menschen zu anderen Krankheiten als Bluterkrankungen wie zum Beispiel Herzinfarkte oder diabetisches Erblinden laufen bereits. Konkrete Ergebnisse und Daten gibt es allerdings noch nicht.

Einlagerung und Spenden

Aufgrund der hoffnungsvollen Forschungsergebnisse entscheidet sich eine steigende Anzahl Eltern für die Einlagerung der Stammzellen aus dem eigenen Nabelschnurblut. Der erste Ansprechpartner ist dabei der behandelnde Frauenarzt. Vier Wochen vor Geburtstermin und vier Monate nach Geburt entnimmt dieser der Mutter Blut. Denn zunächst wird ermittelt, ob die Mutter gesund ist. Direkt nach Geburt und Abnabelung wird das Nabelschnurblut entnommen und in ein Labor geschickt. Dort werden die enthaltenen Stammzellen auf ihre Eignung geprüft. Verlaufen die Tests positiv, können die Zellen bei Stammzellen-Blutbanken eingelagert werden. Zum einen stehen private Stammzellbanken zur Verfügung. In Deutschland gehört die Vita 34 AG zu den führenden Stammzellbanken, auf deren Internetpräsenz werden weitere Vorteile von Stammzellen aus Nabelschnurblut untermauert: „Sie zu vermehren ist einfach möglich, so stehen später einmal genug Stammzellen für eine wirkungsvolle Therapie zur Verfügung. Sie sind entwicklungsfähig in eine Vielzahl von Zelltypen.“

Der Vorteil beim Einlagern für den Eigenbedarf bei privaten Stammzellenbanken ist die Tatsache, dass Eltern vollen Zugriff auf die Zellen haben und diese im Bedarfsfall sofort bereitstehen. Die Alternative zur Einlagerung gegen Gebühr ist die kostenlose Spende an Nabelschnurblutbanken. Allerdings verzichten Eltern damit gleichzeitig auf den Anspruch und können über die Stammzellen nicht mehr verfügen. Sobald die entsprechenden Stammzellen mit Zellen eines fremden Empfängers übereinstimmen, der diese aufgrund einer Erkrankung dringend benötigt, werden ihm diese transplantiert. Möglicherweise retten die Stammzellen damit ein Leben. Kombinationslösungen aus Einlagerung und Spende sind mittlerweile ebenfalls wählbar. Dabei werden die Zellen in erster Linie für den Eigenbedarf eingelagert, die Daten aber gleichzeitig an ein internationales Stammzellregister weitergereicht. Ärzte aus aller Welt haben auf dieses Zugriff und können bei Bedarf eine Spende anfragen. Entscheiden sich die Eltern für die Spende, erhalten sie die bis dahin entstandenen Gebühren für die Einlagerung zurück. Eine weitere Alternative besteht darin, die Stammzellen zu Forschungszwecken bereitzustellen. Diese Art von Spende wird von privaten Nabelschnurblutbanken, Stammzellenregistern und universitären Einrichtungen abgewickelt.

Vor- und Nachteile von Stammzellen aus Nabelschnurblut in der Übersicht 

Die folgende Tabelle gibt Ihnen abschließend einen Überblick über die Vor- und Nachteile von Stammzellen aus der Nabelschnur. Diese Zellen haben im Vergleich zu anderen adulten Stammzellen spezielle Merkmale. 

Vorteile

Nachteile

  • Schmerzfreie und risikofreie Gewinnung

 

  • Bessere Teilungsfähigkeit

 

  • Nicht oder kaum belastet mit Viren

 

  • Fähigkeit zur Entwicklung in eine Vielzahl verschiedener Gewebearten

 

  • Vermutung: Abwehrreaktionen bei allogener Transplantation (d. h. Fremdspende) geringer
  • Risiko der Übertragung von bakteriellen Verunreinigungen (entstehen während der Geburt) und familiär vererbbaren Krankheiten, die unentdeckt bleiben

 

  • Geringere Zellenanzahl

 

  • Abwehrreaktion, die bei Leukämie-Therapien erwünscht ist, kommt bei Stammzellen aus Nabelschnurblut evtl. nicht vor

Die Frage, wie  Stammzellen im Detail haltbar gemacht werden und wie lange sie verwendbar bleiben, beantwortet das Universitätsklinikum Erlangen: "Das Nabelschnurblut wird nach Entnahme in der Gasphase über flüssigem Stickstoff bei etwa -170° C tiefgekühlt (sogenannte Kryokonservierung). Nach bisherigem Wissenstand kann davon ausgegangen werden, daß die Zellen über Jahrzehnte, wenn nicht sogar für das ganze Leben funktionsfähig bleiben."
( Bildnachweis: pixabay.com )

 

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