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Morbus Crohn ist eine unheilbare Darmerkrankung, bei der sich der Verdauungstrakt immer wieder entzündet. Morbus Crohn zählt wie die ähnliche Colitis ulcerosa zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, kurz CED genannt. In Deutschland leiden rund 300.000 Menschen an Morbus Crohn. Während die Colitis ulcerosa meist nur im Mastdarm auftritt, kann Morbus Crohn den gesamten Verdauungstrakt befallen. Bemerkbar macht sich die Krankheit mit Schmerzen, Krampfanfällen und Fieber. Sie verläuft bei den meisten Betroffenen in Schüben: Phasen mit Durchfall, Fieber sowie Schmerzen und Krämpfen wechseln sich mit Phasen relativer Beschwerdefreiheit ab. Der Krankheitsverlauf selbst ist aber von Patient zu Patient unterschiedlich. Zudem kann er sich auch ändern. „ Die Patienten durchlaufen verschiedene Stadien, in denen sie unterschiedlich gut essen können“, erklärt Christine Hinsky, Ernährungsberaterin am Klinikum rechts der Isar in München. Daher fällt es selbst erfahrenen Ernährungsberatern schwer, allgemeine Tipps zur Ernährung zu geben. „Die Krankheit wird nicht durch falsche Ernährung ausgelöst“, räumt Dr. Irmtraut Koop, Gastroenterologin und Chefärztin am Amalie-Sieveking-Krankenhaus in Hamburg mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf. Nachgewiesen sei lediglich, dass Rauchen eine Morbus-Crohn-Erkrankung verschlechtert. Auslöser sind vermutlich genetische Veranlagungen, aber auch Umweltfaktoren. Betroffene sollten ebenso wie gesunde Menschen auf eine ausgewogene Ernährung achten. Dazu müssen Morbus-Crohn-Patienten selber austesten, welche Lebensmittel sie gut vertragen und welche nicht. Wenn nach dem Verzehr bestimmter Speisen Beschwerden auftreten, sollten diese Speisen besser erst einmal gemieden oder zumindest nur in sehr kleinen Mengen verzehrt werden.
Christine Hinsky empfiehlt dann eine leichte Ernährung mit so genannter „leichter Vollkost“. Bei einer leichten Vollkost werden Lebensmittel gemieden, die den Darm reizen und so Unverträglichkeit hervorrufen. Dazu gehören vor allem ballaststoffreiche Nahrungsmittel, aber auch die meisten Kohlsorten und Hülsenfrüchte. Neben der Wahl der Lebensmittel kommt es aber auch noch auf die Zubereitung an. Hinsky rät zu schonenden Methoden, wie etwa dem Dämpfen. Bei bestimmten Krankheitsverläufen von Morbus Crohn muss die Ernährung komplett angepasst werden. Bei Engstellen im Darm müssen Ballaststoffe unbedingt vermieden werden – sonst droht Darmverschluss. Ist der letzte Teilabschnitt des Dünndarms befallen, müssen Lebensmittel vermieden werden, die Oxalsäure beinhalten. Dazu gehören Kakao, Schokolade, aber auch Rhabarber und Spinat. Bei diesem Krankheitsverlauf wird bedingt durch die Fehlfunktion im Darm mehr Oxalsäure vom Körper aufgenommen. Der Überschuss trägt dann zusammen mit Kalzium zur Bildung von Nierensteinen bei.
Morbus Crohn zieht bei vielen Menschen auch psychische Probleme und Esstörungen nach, denn wenn sich die Betroffenen den ganzen Tag mit Magenkrämpfen und Durchfall rumschlagen, verspüren sie immer weniger Lust aufs Essen. Unser Tipp: Greifen Sie bei besonders drastischen Schüben auf Trinknahrung zurück! Bitte beachten Sie, dass ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann! Das könnte Sie auch interessieren: Reizdarmsyndrom: Pfefferminzöl hilft ( Bildnachweis: Udo Kroener - Fotolia.com )
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