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Grippe – was tun?

Bei der Grippe (Influenza) handelt es sich um eine Viruserkrankung, die über die Tröpfcheninfektion (zum Beispiel beim Husten und Niesen) übertragen wird. Eine Grippe tritt plötzlich auf. Sie kann unterschiedlich schwer verlaufen: Während Grippe bei jüngeren Menschen meist einen milden Verlauf nimmt, kann sie für ältere Menschen oder Patienten mit einer chronischen Erkrankung sogar eine lebensbedrohliche Gefahr darstellen. In Deutschland ist Grippe die Infektionskrankheit, an der die meisten Menschen sterben. Nach Erhebungen des Robert-Koch-Instituts sterben in jeder Grippe-Saison zwischen 7.000 und 8.000 Menschen an der Influenza. Mit einer Grippe-Infektion sollte man also nicht spaßen!

Ganz besonders im späten Herbst kann es zu Grippe-Wellen kommen, so dass sich viele Menschen mit der Influenza infizieren. Dies passiert durch die Tröpfcheninfektion, aber auch bei direktem Kontakt, wie Küssen oder auch nur Händeschütteln. Bei den Grippe-Viren handelt es sich um aggressive Viren, die die Schleimhäute der oberen Atemwege besiedeln. Das Tückische bei der Grippe ist, dass ihre Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Grippe-Symptome, sowohl nur wenige Stunden, als auch bis zu drei Tage betragen kann. Das heißt, dass jemand, der sich mit Grippe angesteckt hat, auch schon Mitmenschen infizieren kann, wenn die Influenza bei ihm noch nicht ausgebrochen ist. Eine Ansteckung ist noch bis zu fünf Tagen nach dem Ausbruch möglich, bei Kindern sogar noch nach sieben Tagen!
Um eine Grippe-Erkrankung zu vermeiden, kann man eine Grippeschutzimpfung vornehmen lassen.

Grippe: Symptome

Typische für eine Grippe ist, dass sie plötzlich und heftig beginnt. Mehrere Symptome treten gleichzeitig auf. Die Grippe-Symptome ähneln der einer Erkältung, sind aber viel intensiver. Eine Influenza beginnt mit meist mit Schnupfen und einer Rachenentzündung, dann folgen Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Schüttelfrost. Mindesten zwei dieser Symptome sprechen für eine Grippe. Im Verlauf können noch Rückenschmerzen und Muskelschmerzen hinzukommen. Es kommt zu plötzlich auftretendem hohen Fieber von über 39 bis 41 Grad Celsius, das über mehrere Tage hinweg anhält. Bei einer Grippe kann es auch zu Luftnot kommen, wodurch sie für chronisch Lungenkranke besonders gefährlich wird. Da die Grippe-Viren die Schleimhaut der Atemwege schädigen, wird ihre Abwehrkraft geschwächt und macht den Körper nun viel anfälliger für andere bakterielle Infektionen wie beispielsweise einer Lungenentzündung oder einer Herzmuskelentzündung.

Grippe: Diagnose

Im Unterschied zu einer Erkältung beginnt eine Grippe meistens sehr schnell ohne Vorzeichen und bricht heftig aus. Grassiert in der Gegend gerade eine Grippewelle, liegt der Verdacht auf Influenza auf der Hand. Der Arzt stellt die Diagnose bei Grippe anhand der Angaben der Patienten und anhand einer körperlichen Untersuchung. Zuerst wird entschieden, ob nur eine starke Erkältung, auch „grippaler Infekt“ genannt oder eine wirkliche Influenza vorliegt. Dafür kann der Speichel der Betroffenen auf eine Erkältung hin untersucht werden.

Liegen bei dem Patienten schon Lungenerkrankungen vor, oder ist der Verlauf der Grippe-Erkrankung ungewöhnlich lang oder schwer, so dass Verdacht auf Lungenentzündung besteht, sollten Blutabnahmen für Laboruntersuchungen und Röntgenaufnahmen vom Brustkorb vorgenommen werden. Zudem können eine Lungenfunktionsprüfung, eine Bronchoskopie oder eine Computertomographie zum Einsatz kommen, um zu untersuchen, ob andere Atemwegserkrankungen vorliegen. Bei einem unkomplizierten Grippe-Verlauf wird jedoch meistens auf die Labordiagnostik verzichtet.

Grippe: Therapie

Um eine Grippe zu bekämpfen, müssen in erster Linie die Ursachen der Influenza – also die Grippeviren - mit Medikamenten bekämpft werden. Um Komplikationen bei einer Grippe-Erkrankung zu vermeiden, sollte damit so früh wie möglich begonnen werden. Da es sich bei Grippe um eine Virusinfektion handelt, werden Virostatika eingesetzt. Dazu zählen auch Neuraminidasehemmer. Sie blockieren die Wirkung des Enzyms Neuraminidase. Dieses Enzym ist für die Freisetzung neuer Viruspartikel aus infizierten Schleimhautzellen verantwortlich. Somit hemmen die Neuraminidasehemmer die weitere Ausbreitung des Grippevirus. Neuraminidasehemmer wirken gegen die Influenza-Viren vom Typ A und B, nicht jedoch gegen die Viren vom Typ C.

Mittel gegen Grippe

Für die Therapie von Grippe stehen die Grippemedikamente Oseltamivir und Zanamivir zur Verfügung. Zanamivir muss man als Pulver inhalieren. Bei Zanamivir kommt es in seltenen Fällen zu krampfartigen Verengungen der Atemwege (Bronchospasmen). Hiervon sind vor allem Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung betroffen. Oseltamivir ruft bei jedem zehnten Patienten Magen-Darm-Beschwerden als Nebenwirkungen hervor.
Ein anderes Mittel gegen Grippe ist der Wirkstoff Amantadin. Bei Amantadin handelt es sich jedoch um keinen Neuraminidasehemmer, sondern der Stoff gehört zu den zyklischen Aminen. Somit ist Amantadin nur für die Behandlung von Influenza-Viren vom Typ A geeignet. Der Wirkstoff kann die Dauer des Fiebers um einen Tag verkürzen. Die Nebenwirkungen von Amantadin sind allerdings nicht unerheblich: Der Stoff kann Durchfälle, Depressionen und sogar epileptische Anfälle hervorrufen. Gegen virusbedingte Atemwegsinfektionen wie die Grippe helfen Antibiotika nur sehr wenig oder gar nicht. Liegt neben der Influenza allerdings noch eine bakterielle Infektion als Zweitinfektion wie etwa eine Lungenentzündung vor, kommen Antibiotika zum Einsatz. Besonders eine Lungenentzündung erfordert eine unverzügliche Antibiotikabehandlung.
Verläuft die Grippe-Erkrankung leicht und unproblematisch, kann auf die Einnahme von Virostatika und Antibiotika unter Umständen verzichtet werden. Kopf- und Gliederschmerzen und leichtes Fieber lassen sich mit fiebersenkenden und schmerzstillenden Medikamenten, die Acetylsalicylsäure als Wirkstoff beinhalten, lindern. Zusätzlich können Nasentropfen oder Nasensprays und Hustensäfte eingesetzt werden. Auch wenn diese Präparate in Apotheken rezeptfrei erhältlich sind, sollte die Einnahme vorher mit dem Hausarzt abgesprochen werden.
Bitte beachten Sie, dass ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!
Lesen Sie weiter: Grippe: Was Sie selbst tun können
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