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FSME – von Zecken übertragen

FSME – von Zecken übertragenFSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Mit diesem schwer auszusprechenden Begriff wird eine entzündliche Erkrankung der Gehirnhäute oder des gesamten Gehirns bezeichnet. Sie wird durch das FSME-Virus ausgelöst, das durch Zeckenbisse übertragen wird. Die meisten FSME-Erkrankungen treten gewöhnlich in den Monaten Juni bis August auf, doch Zecken werden schon bei Temperaturen über sieben Grad aktiv. Frühsommer-Meningo-Enzephalitis tritt vorwiegend in Risikogebieten auf. Dort gibt es besonders viele Zecken, die den FSME-Virus in sich tragen.

In Deutschland gehören Süddeutschland, der Bayerische Wald, der Schwarzwald, der Bodenseeraum und Teile von Hessen zu diesen Risikogebieten. Hier sind etwa 0,2 bis fünf Prozent aller Zecken mit FSME-Erregern infiziert. Der FSME-Erreger ist ein RNA-Virus und gehört zu der Familie der Flavi-Viren. Somit ist er verwand mit den Erregern des Denguefiebers, des Gelbfiebers und dem West-Nil-Virus. Die Inkubationszeit, also die Zeitspanne zwischen Ansteckung und Ausbruch von FSME beträgt etwa zehn Tage. Da der FSME-Virus nur von Zecken auf Menschen übertragen wird, sind Patienten mit Frühsommer-Meningo-Enzephalitis nicht ansteckend.

FSME: Symptome

Frühsommer-Meningo-Enzephalitis hat einen zweiphasigen Krankheitsverlauf: Die ersten gesundheitlichen Beschwerden treten durchschnittlich sieben Tage bis zwei Wochen nach dem Zeckenbiss auf. Sie dauern circa eine Woche. Das tückische an ihnen ist, dass sie den Symptomen einer Sommergrippe sehr ähnlich sind:

  • allgemeine Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit
  • Bauchschmerzen und Durchfall
  • Kopf- und Muskelschmerzen
  • Schnupfen

Nach einem beschwerdefreien Intervall von etwa einer Woche kommt es bei zehn Prozent der an FSME-Erkrankten zu einer zweiten Krankheitsphase, die drastischer verläuft, denn neben erneuten Fieberschüben, starken Kopf- und Gliederschmerzen zeigt sich nun auch eine neurologische Symptomatik.
Ein Viertel aller Patienten mit einer Frühsommer-Meningo-Enzephalitis entwickelt eine Hirnhautentzündung. Hirnhautentzündungen, Meningitis genannt, äußern sich durch starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Schwindel und Nackensteife.

Bei der Hälfte aller Betroffenen wird das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen (Meningoenzephalitis). Es treten Konzentrations- und Bewusstseinstörungen, Wesensveränderungen, Sprachstörungen und Lähmungen auf.
Bei zehn Prozent aller FSME-Fälle kommt es bei den Betroffenen noch zusätzlich zu einer Entzündung des Hirn- und Rückenmarkgewebes (Meningoenzephalomyelitis, Meningoradikulitis). Diese kann die Atmung beeinträchtigen.

Bei Kindern verläuft eine Frühsommer-Meningo-Enzephalitis meistens ohne Beteiligung des Nervensystems und wesentlich leichter als bei Erwachsenen. Sie heilt bei ihnen auch meistens ohne Folgeschäden aus. Trotzdem sollte FSME auch bei Kindern sehr ernst genommen werden!

FSME: Diagnose

Eine schwere Infektionskrankheit wie FSME kann man natürlich nicht selbst diagnostizieren. Wenn die oben beschriebenen grippeartigen Symptome allerdings kurz nach einen Zeckenstich auftreten, liegt die Vermutung auf eine Frühsommer-Meningo-Enzephalitis sehr nahe. Deshalb ist es für den behandelnden Arzt auch sehr wichtig zu wissen, ob ein Zeckenstich vorlag und ob dieser in einem der Risikogebiete passiert ist.
Eine endgültige Diagnose wird anhand von Laborbestimmungen aus Blut oder Gehirnflüssigkeit (Liquor) getroffen. Hierbei werden eine Entzündung und die Immunglobuline IgG und IgM nachgewiesen. Bei diesen beiden Immunglobulinen handelt es sich um Antikörper, die das menschliche Immunsystem gegen die FSME-Erreger bildet. In Grenzfällen zu sehr ähnlichen Erregern bringt der Neutralisationstest (FSME-NT) endgültige Klärung. Dieser Test beobachtet und misst die Reaktion der Antikörper im Blut von Infizierten mit zugegebenen FSME-Viren. Er ist hochgradig spezifisch.
Bei besonders schweren Fällen von Frühsommer-Meningo-Enzephalitis sollte zusätzlich eine Kernspin-Tomographie durchgeführt werden. Mit ihr können ab drei Tage nach Eintreten der zweiten Krankheitsphase der Befall bestimmter Gehirngebiete nachgewiesen werden. Die Krankheitsherde befinden sich dann typischerweise in einer Region des Zwischenhirns (Thalamus).

FSME: Therapie

FSME zu behandeln ist sehr schwierig, denn es gibt bis jetzt noch keine spezielle Therapie gegen die FSME-Viren. Deshalb sollte man sich vor Zeckenbissen schützen oder sich impfen lassen. Die Therapie beschränkt sich somit auf eine Linderung der Beschwerden und die Behandlung von Komplikationen. Wichtig ist, dass strikte Bettruhe eingehalten wird. Es werden beruhigende, schmerzlindernde und bei Bedarf antiepileptische Medikamente vom Arzt verabreicht. Oft ist ein Krankenhausaufenthalt nicht unumgänglich. Ganz gilt besonders für Patienten mit einer FSME-Infektion des Nervensystems. Sie bedürfen der ständigen Überwachung, damit beim Auftreten von Komplikationen wie zum Beispiel Krampfanfällen sofort eingegriffen werden kann. Schwere Krankheitsverläufe mit Bewusstseinsstörungen oder Atemlähmung müssen auf der Intensivstation behandelt werden.

Bei nur einem Prozent aller Betroffenen endet eine Frühsommer-Meningo-Enzephalitis tödlich. Doch die Patienten leiden auch nach Genesung oft noch monate- bis jahrelang unter Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Lähmungen oder epileptischen Anfällen. In manchen Fällen bleiben diese Beschwerden ein Leben lang. Nach einer durchstandenen FSME hält die Immunität gegen eine neue Infektion jedoch wahrscheinlich lebenslang.
Bitte beachten Sie, dass ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!
Lesen Sie weiter: FSME-Impfung – für unbeschwertes Naturvergnügen
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