Menü

heute-gesund-leben.de

Ihr Online-Treffpunkt für Gesundheit. Das Portal rund um gesunde Lebensweise, Sport, Bewegung, Ernährung, Vitamine, Wellness, Vorsorge, Medizin und Pflege. Hier finden Sie aktuelle News rund ums Thema Gesundheit. Machen Sie mit und starten Sie schon heute gesund in den Tag!

Aktuelle Seite: StartKrankheitenHämolytisch-urämisches Syndrom

EHEC: Auslöser des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS)

EHEC: Auslöser des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) Das hämolytisch-urämische Syndrom, kurz „HUS“ genannt ist eine seltene Krankheit, die vorwiegend bei Säuglingen und Kleinkindern auftritt. In den westlichen Industriestaaten erkranken pro Jahr etwa drei von 100 Kindern an dem hämolytisch-urämischen Syndrom. Besonders betroffen sind Kinder im Alter zwischen einem und vier Jahren. Aber auch andere Menschen, die ein schwaches Immunsystem haben, können an HUS erkranken, so zu Beispiel werdende Mütter oder ältere Menschen. Im Frühling 2011 kam es zu einer ganzen Reihe von schweren HUS-Erkrankungen in Deutschland, wobei die Epidemie in Norddeutschland begann und sich auf die anderen Bundesländer und die europäischen Nachbarstaaten erstreckte. Das hämolytisch-urämische Syndrom wird von EHEC-Bakterien übertragen. „EHEC“ ist die Abkürzung für Enterohämorrhagische Escherichia coli. Diese Bakterien gehören zu den Kolibakterien, die im Darm von Tieren vorkommen. Im menschlichen Darm sind EHEC-Bakterien nicht angesiedelt. Die EHEC-Bakterien befinden sich im Darm und im Kot von Rindern und anderen Wiederkäuern. Sie können den Menschen befallen wenn Lebensmittel verzehrt werden, die mit dem Kot und den EHEC-Erregern in Kontakt gekommen sind. Dabei spielen vor allem Hackfleisch und rohe Fleischprodukte wie Mettwurst, Teewurst und Salami eine übertragende Rolle. Gefährlich können auch nicht-pasteurisierte Milch, Rohmilch und Milchprodukte, die aus Rohmilch hergestellt werden wie Frischkäse oder Sauermilchquark sein.

Entdeckt wurde der EHEC-Erreger 1977 als eine Reihe von Erkrankungen auftraten, die durch den Verzehr von Hamburgern verursacht worden war. Im Gegensatz zu anderen Kolibakterien bildet der EHEC-Erreger Toxine, die dem menschlichen Körper sehr gefährlich werden können. Durch diese starken Bakteriengifte kommt es bei sechs bis acht Prozent aller EHEC-Infektionen zu dem hämolytisch-urämischen Syndrom. Die EHEC-Bakterien zerstören die Darmzellen, ihre abgesonderten Gifte (Verotoxine) greifen dann die Blutzellen an. Bei dem HU-Syndrom kommt es zu einer Schädigung der Blutgefäßwände des Magen-Darm-Traktes, der Nieren und in besonders schweren Fällen sogar des Gehirns. Bei HUS kann es zu einem akuten Nierenversagen und einer rapiden Abnahme der für die Blutgerinnung wichtigen Blutplättchen (Thromboyzten) kommen. 

HUS: Symptome

Die Symptome bei HUS können unterschiedlich sein. Meist sind die ersten Anzeichen einer EHEC-Infektion aber Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und schwere Durchfälle, die wässrig oder sogar blutig sein können. Bei diesen Symptomen sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden!
Eine Erkrankung am hämolytisch-urämischen Syndrom macht sich mit folgenden Symptomen bemerkbar:

  • allgemeines, schweres Krankheitsgefühl
  • Konzentrationsschwäche
  • Bauchkoliken
  • Krampfanfälle
  • Blässe durch die hervorgerufene Blutarmut (Anämie)
  • Blutungen
  • Abnahme der Urinproduktion (Oligurie)
  • urinartiger Geruch des Atems und der Haut
  • Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma

HUS: Diagnose

Um das hämolytisch-urämische Syndrom zu diagnostizieren, müssen der Stuhl und das Blut untersucht werden, um vorhandene EHEC-Bakterien nachzuweisen und die Schädigung der Blutzellen zu überprüfen. Arbeiten die Nieren wegen HUS unzureichend, finden sich im Urin harnpflichtige Stoffe, die durch eine gesunde Niere herausgefiltert worden wären. Diese harnpflichtigen Stoffe sammeln sich im Körper an und können zu einer Harnvergiftung (Urämie) führen. Bei Verdacht auf HUS können die Nieren auch mit Ultraschall und Computertomographie (CT) untersucht werden. 

HUS: Therapie

Eine EHEC-Infektion und das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) müssen auf jeden Fall im Krankenhaus stationär behandelt werden. Den Patienten werden dort Medikamente und Infusionen verabreicht, die die Urinproduktion wieder in Gang bringen. Die gesundheitlichen Folgen und Spätfolgen des hämolytisch-urämischen Syndroms sind davon abhängig, welchen Schaden die Bakterien verursacht haben. Bei einem schweren Krankheitsverlauf können die Nieren so stark zerstört sein, dass sie nicht mehr funktionstüchtig sind. Betroffene Patienten müssen dann an die Dialyse. Die Dialyse ist eine Blutwäsche, die die eigentliche Aufgabe der Nieren, die harnpflichtigen Substanzen auszuscheiden maschinell übernimmt. 
Bitte beachten Sie, daß ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!
( Bildnachweis: © wakatdesign – Fotolia.com )

{plusone}

Finde uns auf Facebook



Rückenschmerzen

Hier bekommen Sie Hilfe bei Rückenschmerzen...Rückenschmerzen sind weit verbreitet: Etwa 85 Prozent aller Deutschen haben im Laufe ihres Lebens einmal Rückenprobleme, jeder Dritte davon sogar einmal im Monat. Kein Wunder, sind Rückenschmerzen doch ein Symptom für viele Erkrankungen: Das Spektrum reicht von einfachen Verspannungen der Muskulatur über Bandscheibenvorfälle bis hin zu inneren Erkrankungen wie Nierenerkrankungen oder sogar Herzinfarkt. Informieren Sie sich über die verschiedenen Arten von Rückenschmerzen, ihre Ursachen und ihre Behandlungsmöglichkeiten. weiterlesen...
( Bildnachweis: © drubig-photo - Fotolia.com )

Bauchschmerzen

Bauchschmerzen sind mit die häufigsten Schmerzen, die uns plagen. Sie können plötzlich auftreten (akute Bauchschmerzen) oder über einen längeren Zeitraum anhalten und immer wieder auftreten (chronische Bauchschmerzen). Kaum ein anderes Symptom kann so viel unterschiedliche Hintergründe haben. Informieren Sie sich hier über die verschiedenen Arten von Bauchschmerzen, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. weiterlesen... 
 
Hier bekommen Sie Hilfe bei Bauchschmerzen...
             ( Bildnachweis: © Artem Furman - Fotolia.com )

Kopfschmerzen

Hier bekommen Sie Hilfe bei Kopfschmerzen...Kopfschmerzen (Cephalgien) zählen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. In Deutschland leiden aktuellen Schätzungen zufolge etwa 70 Prozent aller Menschen unter Kopfschmerzen, etwa drei Prozent hat sogar täglich mit Schmerzen im Kopf zu kämpfen. Dabei können die Kopfschmerzen akut auftreten oder chronisch sein. Informieren Sie sich hier über die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
weiterlesen... 

( Bildnachweis: © drubig-photo - Fotolia.com )

Zum Anfang