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Das Osterfest ist das erste große Fest des Jahres. Es wird traditionell im Familienkreis begangen. Wenn die gesamte Familie um den festlich gedeckten Ostertisch versammelt ist, ist wieder Schlemmen angesagt. Für viele endet jetzt auch die Fastenzeit. Doch auch jetzt sollte man auf gesundes Essen nicht verzichten. Schließlich will man nicht die in der Fastenzeit losgewordenen Pfunde schnell wieder auf den Rippen haben. Unser Tipp: Ostern und ganz besonders Karfreitag ist nach alter Tradition der richtige Tag für leckere Fischgerichte! Früher war nach der traditionellen kirchlichen Fastenordnung jeder Freitag ein Fastentag. An diesem Tag verzichteten Christen auf den Genuss von Fleisch der „Tiere des Himmels und der Erde“, also auf Schwein, Rind und Geflügel. Im streng christlichen Glauben steht jeder Freitag symbolisch für den Karfreitag, den Todestag Jesu Christo, dem die Christen durch den Verzicht von Fleisch und Geflügel gedenken sollen. Am Karfreitag und an allen anderen Freitagen ist jedoch der Genuss von Fisch erlaubt – ganz besonders am Karfreitag hat sich der Verzehr von Fischgerichten etabliert. Einer der Hauptgründe für Fisch als Fastenspeise ist sein Symbolgehalt, denn Fisch ist eines der ältesten Zeichen, mit denen ein Christ sich zu erkennen gab: Das Wort „Fisch“ heißt auf Griechisch „Ichthys“. ICHTHYS sind die Anfangsbuchstaben von „Iesos Christos Theou Yios Solter“, was auf Deutsch „Jesus Christus Gottes Sohn, Retter“ bedeutet.
Aber auch wenn Sie nicht streng gläubig sind oder einem anderen Glauben als dem christlichen angehören – am Karfreitag macht man mit frischem Fisch auf dem Tisch nichts verkehrt. Fisch gehört nämlich mit zu den gesündesten Lebensmitteln, die es gibt! Fisch versorgt den menschlichen Körper mit wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen, leicht verdaulichem Eiweiß und Mineralstoffen wie beispielsweise Jod. Zudem enthält Fisch Fettsäuren, die gut für Gehirn, Herz und Immunsystem sind. Die Fette in Fisch gehören zu den „guten Fetten“, da sie günstige Fettsäuren liefern. Diese so genannten Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren und beugen Ablagerungen in den Gefäßen vor. Die Omega-3-Fettsäuren nehmen dem Gewebe die Entzündungsbereitschaft und hemmen die Blutgerinnung. Somit beugen sie einer Thrombosegefahr oder Herz-Rhythmus-Störungen vor. Omega-3-Fettsäuren sind zudem als Bestandteil von Zellmembranen und Vorstufen von Gewebshormonen für die Entwicklung der Gehirnfunktion und der Immunabwehr unentbehrlich.
Wichtig bei Fisch ist, dass er frisch auf den Tisch kommt – dann schmeckt er am besten und behält seine wertvollen Inhaltsstoffe. Bereiten Sie Fisch immer nach der „3-S-Regel“ zu: Zuerst säubern, dann säuern und zuletzt salzen. Der Fisch wird also zuerst unter fließendem Wasser gewaschen, dann abgetrocknet, mit Zitronensaft oder etwas Essig beträufelt und erst unmittelbar vor der Zubereitung gesalzen. Wie Sie Ihren Fisch zubereiten und würzen, beliebt Ihnen selbst überlassen, denn die Zubereitungsmöglichkeiten von Fisch sind vielfältig und lassen fast keine Wünsche offen. Allerdings sind viele Fischbestände gefährdet. Um Fisch mit gutem Wissen genießen zu können, sollte man bei dem Kauf auf MSC-zertifizierte Produkte zurückgreifen. MSC steht für Marine Stewardship Council. Das MSC ist eine gemeinnützige Einrichtung, die verantwortungsvolle Fischereinen anhand fest definierter Umweltkriterien auszeichnet. Zu diesen Umweltkriterien gehören vor allem ein bestandschonender Fischfang und der Schutz des Lebensraumes der Fische. Lesen Sie weiter: Vegetarisches zum Osterbrunch Das könnte Sie auch interessieren: Ostereier sind keine Cholesterin-Falle ( Bildnachweis: teressa - Fotolia.com )
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