heute-gesund-leben.de

Ihr Online-Treffpunkt für Gesundheit. Das Portal rund um gesunde Lebensweise, Sport, Bewegung, Ernährung, Vitamine, Wellness, Vorsorge, Medizin und Pflege. Hier finden Sie aktuelle News rund ums Thema Gesundheit. Machen Sie mit und starten Sie schon heute gesund in den Tag!

Hodenkrebs: Diagnose und Therapie Drucken E-Mail

Hodenkrebs: Diagnose

Um eine Diagnose stellen zu können, tastet der Urologe die Hoden nochmals ab. Danach wird eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt. Durch den Ultraschall kann fast immer klargestellt werden, ob die Ursache für die Veränderung im Hoden selbst oder in einer anderen Struktur des Hodensacks liegt. Zudem sollten beide Leisten untersucht werden, da sich dort befallenen Lymphknoten befinden könnten. Zudem können sich in der Leistengegend auch nicht vollständig abgestiegene Hoden befinden, die Auslöser der Probleme sind. Dann kann Entwarnung gegeben werden. Ansonsten wird bei erhärtetem Verdacht oft eine Biopsie gemacht, also eine Gewebeprobe entnommen.



Liegt Hodenkrebs vor, wird in weiterführenden Untersuchungen geklärt, ob das Karzinom bereits Metastasen gebildet hat oder nicht. Dazu wird der Brustraum, der Bauchraum und das Becken geröntgt und eine Computertomographie gemacht. Im Blut werden die so genannten „Tumormarker“ bestimmt. Diese werden von Krebszellen produziert. Bei Hodenkrebs sind dies vor allem Alpha-Fetoprotein (AFP) und Beta-Humanes Chorion-Gonadotropin (ß-HCG). Die Tumormarker liefern bei der Therapie wichtige Daten über den Therapieverlauf des Hodenkarzinoms.

Hodenkrebs: Therapie

Bei Hodenkrebs wird in den meisten Fällen der befallene Hoden mit dem dazu gehörenden Samenstrang und den Blutgefäßen operativ entfernt. Wenn der Tumor kleiner als 30 Prozent des Hodenvolumens ist, besteht die Möglichkeit, in speziellen Tumorzentren eine hodenerhaltende Operation durchführen zu lassen. Damit ausgeschlossen werden kann, dass auch im zweiten Hoden ein Karzinom wächst, wird aus ihm eine etwa reiskorngroße Gewebeprobe entnommen. In dieser Probe lassen sich Vorläuferzellen erkennen.
Zudem sind je nach mikroskopischem Befund und der Ausbreitung des Tumors weitere Behandlungsmaßnahmen notwendig. Bei Seminomen erfolgt eine Strahlentherapie, bei Nicht-Seminomen eine Chemotherapie. Die Chemotherapie wird vor allem bei Metastasenbildung eingesetzt. Hat der Krebs auch die Lymphknoten befallen, werden diese ebenfalls operativ entfernt. Je nach Krebsart und Stadium werden die Verfahren miteinander kombiniert. Manchmal ist das Krebsgeschwür schon so groß, dass es zuerst mit einer Chemotherapie verkleinert werden muss, um es herausoperieren zu können.
Natürlich haben diese Behandlungen auch Nebenwirkungen. Eine beidseitige Entfernung der Hoden als auch eine intensive Chemo- und Strahlentherapie kann Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Wird nur ein Hoden entfernt, bleibt die Zeugungsfähigkeit erhalten. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Hodenkrebsbehandlung kann dann aus kosmetischen Gründen eine Hodenprothese eingesetzt werden. Mussten beide Hoden entfernt werden oder weist der Patient einen niedrigen Testosteronwert auf, empfehlen Urologen lebenslange Testosterongaben.
Die Behandlung von Hodenkrebs sollte unbedingt in einer Spezialklinik erfolgen, die alle Möglichkeiten einer fachübergreifenden Kooperation zwischen Urologie, Strahlentherapie, Hämatologie, Radiologie und Pathologie ermöglicht.

Hodenkrebs: Nachsorge

Nach der Hodenkrebs-Behandlung werden regelmäßig Tumormarker im Blut bestimmt und es wird der Brust- und Bauchraum geröntgt. Der gesunde Hoden wird mit Ultraschall untersucht. Mit diesen Untersuchungen soll sichergestellt werden, dass keine Krebszellen, die neue Tumore bilden können mehr im Körper vorhanden sind. Über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren sollten auch vollständig genesene Patienten regelmäßig eine Nachuntersuchung machen lassen.
Insgesamt betrachtet sind die Genesungschancen bei Hodenkrebs sehr gut. De facto kann der größte Teil der betroffenen Patienten wieder geheilt werden. Die individuelle Prognose hängt aber vor allem davon ab, wie groß das Hodenkarzinom ist und ob der Krebs Metastasen gebildet hat oder nicht. Das gilt besonders für Patienten mit Nicht-Seminomen. Bei diesen sinken im fortgeschrittenen Stadium die Heilungschancen deutlich.
Bitte beachten Sie, dass ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!
Lesen Sie weiter: Hodenkrebs: Unbedingt Zweitmeinung einholen
Das könnte Sie auch interessieren: Hodenkrebs-Selbstuntersuchung - dem Hodenkrebs auf der Spur


 

Werbung

Kopfschmerzen

Hier bekommen Sie Hilfe bei Kopfschmerzen...Kopfschmerzen (Cephalgien) zählen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. In Deutschland leiden aktuellen Schätzungen zufolge etwa 70 Prozent aller Menschen unter Kopfschmerzen, etwa drei Prozent hat sogar täglich mit Schmerzen im Kopf zu kämpfen. Dabei können die Kopfschmerzen akut auftreten oder chronisch sein. Informieren Sie sich hier über die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. weiterlesen... 
( Bildnachweis: Laser - Fotolia.com )

Bauchschmerzen

Hier bekommen Sie Hilfe bei Bauchschmerzen...Bauchschmerzen: Bauchschmerzen sind mit die häufigsten Schmerzen, die uns plagen. Sie können plötzlich auftreten (akute Bauchschmerzen) oder über einen längeren Zeitraum anhalten und immer wieder auftreten (chronische Bauchschmerzen). Kaum ein anderes Symptom kann so viel unterschiedliche Hintergründe haben. Informieren Sie sich hier über die verschiedenen Arten von Bauchschmerzen, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. weiterlesen...
( Bildnachweis: Udo Kroener - Fotolia.com )